Das war's, wir sind wieder daheim. Das war's, wir sind wieder daheim.  

27.11.2013 – 11.12.2013 Koh Phangan

 

Unser nächstes Ziel in Thailand war Koh Phangan, wir waren quasi reif für die nächste InselJ. Von Phuket nach Koh Lanta muss man einen kompletten Reisetag einplanen. Zuerst geht es wie immer mit verschiedenen Minivans zum Fährhafen (Fahrzeit ca. 5 – 7 Stunden) und dann noch mal mit der Fähre ca. 2 Stunden über Koh Samui nach Koh Phangan. Für die Strecke haben wir pro Person 980Baht bezahlt (ca. 23 €).

  

Koh Phangan ist im allg. durch die berühmten Full Moon- und Half Moon Partys als reine Partyinsel verschrien. Wir waren uns bei unserer Anreise auch nicht sicher, ob wir uns für den richtigen Ort entschieden haben, weil wir etwas Ruhe wollten. Schließlich haben sich bei uns eine Menge Aufgaben aufgestaut, die wir auf Grund der ganzen Besuche aus der Heimat etwas vernachlässigt haben.

 

Als wir am Abend Koh Phangan erreicht hatten, waren wir vom ersten Eindruck aber mehr als positiv überrascht. Als Unterkunft haben wir uns im Lime n Soda Resort eingemietet. (Bungalows ab 500 Bath ca. 11,20€) Das Resort liegt direkt am Strand, hat einen Pool, schöne Sitzgelegenheiten und ein ganz ordentliches Frühstücksbuffet.

 

Am ersten Tag haben wir eine Erkundungstour mit dem Roller gemacht und uns etwas über die Insel informiert. Aktuell war auf der Insel so gut wie nichts los, zum Einen lag es daran, dass die Regenzeit gerade jetzt erst zu Ende ging und zum Anderen war die nächste Half-Moon Party erst am 9.12.2013. Wir haben erfahren, dass sich die Insel meinst 2-3 Tage vor den Partys schlagartig füllt und dann der Trouble beginnt. Wir hatten also eine schöne ruhige Insel und ein schönes Resort gefunden, genau das was wir jetzt brauchten. Also beschlossen wir mal einen Urlaub vom Urlaub einzuschieben:-).

 

Weil das Resort so gut wie leer war, konnten wir auch gut mit dem Hotelmanager über die Zimmerpreise verhandeln. Am Ende hatten wir einen richtigen schönen Bungalow mit Meerblick für 800Baht inkl. Frühstück (ca. 18,50€). Das Resort hatte uns am Ende ein Rabatt von ca. 700Baht pro Nacht (ca. 15€) eingeräumt. Natürlich kann man auch wesentlich billiger auf der Insel übernachten, aber wir haben uns hier einfach wohlgefühlt und wollten jetzt auch nicht ständig umziehen.

 

Im Norden der Insel haben wir die Cucina Italiana entdeckt mit einem original italischen Pizzabäcker:-). Hier hatten wir zu unserem Jahrestag einen wunderschönen Tisch direkt am Meer mit herrlicher Aussicht, eine sehr gute Pizza und dazu ausnahmsweise eine Flasche Rotwein. Man muss wissen, dass der Wein in Thailand bzw. ganz Südostasien mehr als teuer ist. Dieser wird nämlich komplett importiert und mit einer saftigen Steuer versehen. Die Flaschenpreise im Supermarkt starten etwa bei 500Baht (ca. 11,20€) und nach oben gibt es fast keine Grenzen.

 

Die nächsten Tage haben wir damit verbracht die Homepage auf den aktuellen Stand zu bringen (habt ihr sicherlich auch gemerkt) und uns um die Reiseplanung für Australien gekümmert. Die Planung für Australien hat uns auch zeitweise sehr auf den Magen geschlagen. Das Visa hatten wir zwar binnen 24 Stunden aber da gab es noch die andere knifflige Aufgabe „Finde eine billige Unterkunft in Sydney über Sylvester“. Tina hatte ca. 50 bis 60 Anfragen bei Couchsurfing gestellt und ca. 30 Absagen erhalten und von anderen bis zum heutigen Tag noch gar nichts. Manche sagten wir seien zu spät, andere waren selber im Urlaub, andere meinten wir seien zu früh mit der Anfrage, wieder andere wollten keine Paare oder nur Mädels usw. es war irgendwie ein Teufelskreis. Wir hatten uns auch schon mal im September darum gekümmert und hatten dort bereits schon die gleichen Antworten bekommen. Die Suche und die ständige Misserfolge haben zum Teil echt auf unserer Stimmung geschlagen, es war einfach frustrierend. Tina hatte sich mit Couchsurfing eine Menge Arbeit gemacht und Tage darin investiert und es gab nicht mal einen kleinen Funken Erfolg dafür. Wir konnten in dem Moment die Sonne, Strand und Meer nicht so richtig genießen:-(. Auch im Backpackerleben scheint also nicht immer die Sonne. Neben Couchsurfing haben wir natürlich das komplette Internet umgegraben und alle mögliche Plattformen gefunden, aber wir konnten leider keinen einzigen Erfolg verbuchen:-(. Dieses Problem wird uns also auch noch auf die nächste Insel begleiten.

 

Zum Glück gab es ca. 5 Minuten Fußweg vom Lime n Soda Resort entfernt die Tölzer Hütte. Hier war der Name Programm und es gab einfach alles was das bayerische Herz begehrt. (Schweinebraten, Weißwürste, Leberkäs, Brezn, Schnitzel, Gulasch, Weißbier etc.) Axel Büchner, der Inhaber und Koch, hatte sich vor einem Jahr auf nach Thailand gemacht um dort mit seinen bayrischen Kochkünsten das Inselvolk zu verwöhnen. Das ganze Team ist einfach nur sympathisch und heißt seine Gäste herzlich willkommen. Wer Tina kennt, der weiß genau, dass ein „Kloß mit Soß“ für sie eine echte Delikatesse ist. Tinas Augen haben wahrlich gefunkelt und meine natürlich auch. Nach 6 Monaten war es einfach eine Wohltat die Tölzer Hütte zu finden. Also haben wir während unserer Zeit auf Koh Phangan uns gegen das Thai Essen entschieden (war jetzt einfach mal genug) und uns mit Essen aus der Heimat verwöhnen lassen. Dazu kommt noch, dass das Essen in der Tölzer Hütte mehr als genial war. Tina hatte sich natürlich auf „Kloß mit Soß“ konzentriert und in unserer Zeit bestimmt ca. 20 Stück verputzt. Ich hatte mich einmal durch die Karte gefuttert à Fleischpflanzerl, Schnitzel, Currywurst usw. und wirklich alles war vom Feinsten. Wer also mal wirklich lecker bayrisch essen möchte oder sich nach Heimat sehnt sollte hier den einen oder anderen Besuch einplanen. Wir hatten in der Tölzer Hütte eine richtig tolle Zeit, sie ist quasi zu unserer Stammkneipe geworden:-). Irgendwann kannte man auch die anderen Stammgäste und bei einem frischgezapften Singha vom Fass konnte man entspannt über Gott und die Welt reden. Natürlich gab es auch deutsches Radio in der Tölzer Hütte (Bayern 3) und aus dem Nichts war es dann soweit: „Last Christmas“ schallte aus den Boxen. Man kann also diesem verflixten Song nicht mal auf Thailand entkommen:-(. Wobei das Lied bei 30Grad und einen kalten Bier nicht so richtig seine Wirkung zeigt:-). Die Besuche in der Tölzer Hütte waren für uns immer eine willkommende Abwechslung und eine gute Ablenkung für unser Sydney Problem.         

 

Am Ende von unserem kleinen Urlaub stand die Half Moon Party auf dem Programm. Die Half Moon Party findet im Dschungel statt und ist wesentlicher kleiner als die Full Moon Party. Während bei der Full Moon Party jedes Mal mehr als 10.000 Besucher sind (Der Rekord liegt jenseits der 40.000 Besucher) und diese am Strand stattfindet, ist die Half Moon Party mit ca. 5000 Besucher recht überschaubar. Grundsätzlich geht es um Neonfarben und Techno. Der Eintritt kostet stolze 500 Bath inkl. einem Freigetränk (ca . 11,20€) die Full Moon Party übrigens nur 150Baht (ca. 3,40 €). Der Preis hatte uns ziemlich abgeschreckt, zumal wir keine wirklichen Technofans sind und wir auch nicht wirklich in der Stimmung dafür waren. Dazu sollte man noch zusätzlichen Kosten für den Transfer einrechnen ca. 100 Baht pro Strecke (ca.2,30€). Erfreulicher Weise hat sich dann für uns eine billigere Option aufgetan. Axels Freundin von der Tölzer Hütte und ein anderes Teammitglied haben sich bereiterklärt uns hinzufahren und eine Person umsonst reinzubringen. Dies hat unseren Geldbeutel natürlich sehr entspannt. Wir haben uns dann gedacht, wenn man schon mal da ist, dann nehmen wir es auch mit. Also ging es dann mit Leuchtfarbe am Körper in den Schwarzlicht-Techno-Dschungel. Die Party war ganz nett, für ein Leo (Bier) hat man 80 Bath bezahlt (ca. 1,80€), die Location selber war sehr cool, allerdings kommen wir mit dem Sound nicht so ganz klar und nach 2,5 Stunden Techno hat sich bei uns eine leichte Monotonie eingestellt. Für jeden anderen, der die Musik mag und gerne bis früh in den Morgen feiert, sind diese Partys natürlich sehr zu empfehlen. Wir haben uns aber gegen 2:00 Uhr verzogen und noch einen Gute Nacht Trink auf der Terrasse zu uns genommen.

 

Am Ende können wir Koh Phangan nur empfehlen und das nicht nur zum Feiern, hier gibt es wirklich eine paar schöne Flecken Erde und die heimatlichen Gefühle in der Tölzer Hütte haben uns sehr gut getan. Danke nochmal an das Team der Tölzer Hütte und an Axels Mama:-)

  

Zum Schluss noch eine kleine Geschichte vom Stammtisch aus der Tölzer Hütte. Tina konnte Ihre Neugier nicht bändigen und hat natürlich alles genau untersucht inkl. der Glocke auf dem Tisch:-(. Die Kenner ahnen es schon, damit wird eine Runde eingeläutet und das mit unserem Budget. Netterweise haben Axel und alle anderen am Stammtisch mal ein Auge zudrückt und Gnade vor Recht ergehen lassen. Und damit das schlechte Gewissen noch größer wird haben wir einen Schnaps auf den Schreck ausgegeben bekommen. Für die Zukunft kann man nur sagen Finger weg von allem was läutet:-).

 

Hier ein paar Bilder von Koh Phangan.

 

Bis die Tage

Tina und Andi

 

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