Das war's, wir sind wieder daheim.
Das war's, wir sind wieder daheim.

27.10.2013 – 31.10.2013 Ho Chi Minh Stadt (Saigon)

 

Nachdem der Akku von den Feierlichkeiten wieder aufgeladen war, Conny und Basti sich für 5 Tage nach Phu Quoc verzogen haben und der Rest der Gruppe noch eine weitere Nacht Nha Trang unsicher machten, haben wir uns auf den Weg nach Ho Chi Minh Stadt gemacht. Nach Saigon sind wir wieder mit dem Nachtbus gefahren. Diesmal haben wir den korrekten Preis nämlich 199.000 Dong pro Person bezahlt (ca. 7€) und uns die richtigen Plätze reserviert. Ihr merkt wir sind immer noch lernfähig:-).

 

In Ho Chi Minh Stadt stand für uns ein weiteres Highlight auf der Liste à Besuch aus der Heimat. Tine und Flo hatten sich entschieden ihren Urlaub in Vietnam zu verbringen und ein paar Tage mit uns durchs Land zu reisen. Es war richtig schön mal wieder bekannte Gesichter aus der Heimat zu sehen. Wir vermissen nämlich Deutschland nicht wirklich, aber unsere Freunde, Familie und Kollegen dafür umso mehr. Tine kam einen Tag früher als Flo in Ho Chi Minh Stadt an und somit haben wir uns für die erste Nacht im PP Backpacker in einem 3 Bett Zimmer einquartiert. Die Zimmer sowie das Badezimmer waren angenehm groß und sauber. Die Kakerlake am Morgen verzeichnen wir mal als normal, soll in den besten Häusern vorkommen:-). Für die Nacht hat jeder ca. 7€ gezahlt. Gleich an der Ecke zur Hauptstraße hin gibt es eine ausgezeichnete Pho. Pho ist in Vietnam die Bezeichnung für Suppe. Für 50.000 Dong (ca. 1,75€) kam man hier eine leckere Suppe mit Fleisch (für 25.000 ohne Fleisch) bekommen. Da kann man glatt zum Suppenkasper werden. Also gab es nach Tines Ankunft erst mal eine Suppe und ein kühles Bier, damit sie den ersten Kulturschock und den Klimawechsel besser verdauen konnte.

 

HCM City macht auf Anhieb einen besseren Eindruck als Hanoi. Wir hatten erst etwas Sorge, dass wir das gleiche wie in Hanoi erleben. Der Verkehr ist zwar nicht wirklich besser und auch hier muss man vorsichtig sein, aber irgendwie wirkte die Stadt trotzdem sympathischer.

 

Für unseren ersten Tag haben wir relativ untypisch eine Stadttour mit dem Motorrad (also wieder auf dem Hintersitz) via Facebook gebucht. Den Kontakt hatten wir von Robert und Damian erhalten. Wir dachten eigentlich, dass wir eine Stadttour machen. Von der Stadt selber haben wir nur die Notre Dame von Saigon gesehen. Wir sind dann eher übers Land gefahren, haben eine Art Wasserpark besucht, der mal eine Sanierung vertragen könnte und haben ein paar Bier getrunken. Am Ende des Tages setzte ein ziemlich starker Monsun ein der uns noch mal eine kräftige Dusche einbrachte. Unter dem Strich war es dennoch ein lustiger Tag auch wenn er anders war als gedacht:-). Für diese Rundfahrt haben wir pro Person ca. 7€ bezahlt.

 

Am Abend ist dann auch Flo eingetroffen und wegen Platzmangel im PP Backpacker sind wir dann ins Luan Vu (hier gibt es ein Hostel neben dem anderen, man muss also nicht wirklich vorbuchen) umgezogen. Auch hier waren die Zimmer völlig ok und für einen Preis von 420.000 Dong pro Nacht (ca. 14€) will man ja auch nicht meckern. Allerdings sind wir dann einen Tag später nochmal ins daneben liegende Hostel umgezogen, weil es hier die gleiche Qualität für 336.000 Dong (ca. 11,50€) gab:-).

 

Am nächsten Tag stand dann mal wieder Kultur auf dem Programm. Über TNK Travel haben wir eine Tour für 5,80 pro Nase zum Cao Dai Tempel und den berühmten Cu Chi Tunnel vom Vietnam Krieg gebucht. Die Cao Dai ist eine eigene Religion der sog. Caodaismus. Im Tempel konnten wir eine Art Gottesdienst besuchen und ein wenig das Areal besichtigen.

Die Cu Chi Tunnel dagegen waren eine ganz andere Hausnummer. Nachdem wir in Laos (Vientiane) die ersten Eindrücke vom Vietnamkrieg gesammelt haben, bekamen wir hier mal die komplette Härte und Brutalität vom Krieg vor Augen geführt. Vietnamnische Partisanen hatten hier auf mehreren Ebenen ein ca. 200 kilometerlanges Tunnelsystem gebaut. Die Tunnel waren ca. 80cm hoch und 60cm breit. Dieses Gebiet war in der Kriegszeit einen reines Massaker. Uns wurden verschiedene Fallen gezeigt, bei denen man schon beim Anblick ein mulmiges Gefühl in der Magengrube hatte. Allein der Versuch einer Vorstellung, was sich hier alles abgespielt haben muss ließ einen sehr nachdenklich werden. Desto komischer war auch das Gefühl, das wir knapp 40 Jahre später als Tourist mit einer Cola Dose und einer Eistüte Sightseeing betreiben. Am Ende der Tour konnte man als kleine Kostprobe selber durch so einen Tunnel kriechen und die damalige Standardverpflegung probieren. Bei den Tunneln gab es auch eine Shooting Ranch, bei der man mit verschiedenen Waffen schießen konnte. Bei genauerer Überlegung kam uns das aber etwas sehr makaber vor und wir haben uns deshalb das Geld dann doch lieber gespart. Die Tour war am Ende vom Tag ihr Geld auf alle Fälle wert, sie war gut organisiert und der englischsprachige Guide konnte uns eine Menge erzählen.

 

In HCM City kündigte sich dann langsam Halloween an, ich weiß nicht warum, aber die Vietnamesen springen auf dieses Fest voll an. In der Straße von unserem Hostel, welche sich als Partystraße offenbarte ging es drunter und drüber und das Verkehrschaos fand einen neuen Höhepunkt. Die komplette Straße und ich mein jetzt wirklich die komplette Straße war dicht. Rollerfahrer von beiden Seiten kamen zum Stillstand, dazwischen unzählige Fußgänger, Straßenverkäufer und Plastikstühle von den Kneipen. Das eigentliche Phänomen war, dass es nur diese Straße war. Keiner kam auf die Idee einen anderen Weg zu wählen, irgendwie wollten alle durch diese Straße. Warum und weshalb wird mir immer ein Rätsel bleiben.

 

Wir hatten in dieser Straße eine nette Straßenkneipe zu unserer Stammkneipe erklärt und uns das Chaos bei Bier und Rum Cola mit viel guter Laune angeschaut. Das Bier gab es für 12.000 Dong (ca. 0,40€) und die gut eingeschenkten Longdrinks für 20.000 Dong (ca.0,70€). Je öfters wir gekommen sind, desto bessere Plätze haben wir bekommen. Die Inhaberin hat auch mal kurzer Hand Leute einfach umgesetzt. Mutti war Chef im Haus und das hat sie auch jedem deutlich gemacht.

 

Unglücklicherweise stand auch wieder ein Geburtstag an, diesmal war Mark an der Reihe und wie es der Zufall so will war auch dieser ein 25er. Conni und Basti waren pünktlich von Phu Quoc zurück, Robert und Damian waren natürlich auch an Bord, Daniel und Hendrik sowieso und mit Tine und Flo war die Geburtsgesellschaft wieder perfekt. Die Tradition muss natürlich auch gewahrt werden und so gab es wieder eine Flasche für das Geburtstagkind und das Borat HöschenJ. Mit der Borat Verkleidung hatte Mark definitiv seine 5 Minuten Ruhm auf der Straße und war kurzzeitig der Mittelpunkt von HCM City. Allerdings war der Polizist auf der anderen Straßenseite nicht ganz so begeistert und deshalb haben wir Mark schnell wieder ins Hostel gebracht:-).

 

Am Tag darauf stand dann mal wieder einer der berühmten letzten Abende an, für Conni und Basti war der Urlaub leider zu Ende. Deshalb haben wir natürlich in unserer Stammkneipe an der Straße nochmal einen legendären Abend verbracht. Schade, dass ihr wieder in die Heimat musstet, aber ihr kennt ja unsere Route und wir sehen uns spätestens in Deutschland wieder, versprochen.

 

Am Schluss können wir nur noch richtig laut sagen:

 

„ABER SCHEISS DRAUF, MALLE IST NUR EINMAL IM JAHR“ :-) -->den Ohrwurm habe ich übrigens immer noch, besten Dank Basti.

 

Hier ein paar Bilder von unseren Erlebnissen in HCM-City

 

Bis die Tage

Tina und Andreas

 

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