Das war's, wir sind wieder daheim.
Das war's, wir sind wieder daheim.

14.04.2014 – 15.04.2014 Uyuni

 

Wie schon im letzten Bericht erwähnt ging es dann direkt aus der Mine in den nächsten Bus nach Uyuni. Auf unserer Tour durch die Minen hatten wir dann noch Ronan aus Irland kennen gelernt, der sich uns spontan auf unserer Reise mit dem Bus nach Uyuni angeschossen hat. Die Fahrt nach Uyuni dauert mit dem Bus normalerweise ca. 4 Stunden und kostet 30 BOB pro Person (ca. 3,20€). Der aufmerksame Leser hat natürlich das Wort „normalerweise“ wahrgenommen:-).

 

Als wir es uns nach ca. 1 Stunde im Bus so bequem wie möglich gemacht haben und gerade dabei waren etwas zu dösen, wurden wir von einem dumpfen Schlag wieder in die Realität zurück geholt. Ein Reifen hatte sich verabschiedet. Die Luft war entwichen und das Profil lag auf der Straße. Wurde auch ja auch mal wieder Zeit, dass ein Bus verreckt. Schließlich war die letzte Buspanne in Südafrika und für uns schon gefühlte Lichtjahre entfernt. Man muss ja schließlich seine Quote halten.

 

So kamen wir also in den Genuss einer unfreiwilligen Pause in der sehr schönen Landschaft von Bolivien. Wir waren wirklich im Nirgendwo, soweit das Auge blickte war nicht mal im Ansatz Zivilisation zu erkennen. Lediglich 3 Esel und lauter Lamas standen noch auf einer Wiese. Zum Glück war unser Busfahrer mehr als kompetent in Sachen Reifenwechsel, scheint wohl nicht sein erster Platten gewesen zu sein. Auf alle Fälle war der Reifen nach gut 45min ausgewechselt und unsere Fahrt konnte fortgesetzt werden.   

 

Durch die Verspätung haben wir Uyuni dann erst in der Dunkelheit erreicht, konnten dafür aber einen wunderschönen Sonnenuntergang zwischen den Bergen auf den letzten Kilometer genießen. Was die Temperaturen anging war Uyuni kein bisschen besser als Potosi. Im Gegenteil, wir hatten den Eindruck dass die Temperaturen hier in der Nacht noch tiefer waren. Kurz gesagt es war einfach arschkalt!!!!

Zum Glück hatten wir unser Hostel (2 Dormbetten) schon im Vorfeld gebucht, so dass uns wenigstens die Suche erspart geblieben ist. Da aber Ronan seine Entscheidung spontan gefällt hatte und unser Hostel kein weiteres Dormbett, sondern nur noch ein 3 Bett Zimmer frei hatte, haben wir spontan umgebucht und sind in ein 3 Bettzimmer gezogen. Da wir noch eine Tour in die Salzwüste für den nächsten Tag buchen wollten, sowie eine Weiterfahrt nach La Paz hätte es wenig Sinn gemacht Ronan jetzt noch weiter auf eine Zimmersuche zu schicken. Die Zeit war eh schon knapp genug außerdem haben wir uns blendend verstanden.

 

Nach 2 Stunden hatten wir dann auch alles unter Dach und Fach. Die Tagestour für den nächsten Tag war organisiert und die Nachtfahrt nach La Paz am folgenden Abend war eingetütet. Also hieß es noch Essen gehen, danach eine heiße Dusche damit die Knochen wieder auftauen und ab ins Bett. Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass dies für lange lange Zeit meine letzte warme Dusche war, aber zu der Geschichte kommen wir in den späteren Berichten:-(.

 

Am nächsten Tag ging es dann auf in die Salzwüste, wir haben für die eintägige Tagestour 150 BOB gezahlt pro Person (ca. 16€). Die Tour war komplett in Spanisch, was wir allerdings im Vorfeld wussten und uns auch nicht weiter gestört hat. Schließlich konnte Tina die wichtigsten Sachen übersetzen und wie sich am Ende rausstelle war auf unserer Tour noch ein Paar aus Chile und ein nettes Mädchen aus Peru dabei, die ebenfalls Englisch und Spanisch gesprochen haben. Außerdem kommt es in der Salzwüste eh mehr auf das was man sieht und nicht auf das was man hört.

 

Als erster Punkt auf unserer Tagestour ging es zu einem, sagen wir mal, Zugfriedhof. Mitten im Nichts standen etliche Lokomotiven und Güterwagons rum. Es hat richtig Spaß gemacht, auf den alten Dingern rumzuklettern. Außerdem haben sie sich gut als Fotomotive geeignet.

Danach haben wir den Ort erreicht, der den Eingang zur Salzwüste bildet, hier gab es dann auch einen kleinen Markt. Generell sind wir ja eher keine Freunde von solchen Verkaufsaktionen, aber hier gab es wirklich schöne Sachen. Außerdem war es jetzt endlich mal an Zeit, dass wir unsere Ausrüstung gegen die Kälte etwas aufstockten. In Bolivien kann man wirklich schöne handgemachte Alpaca Pullis zwischen 7 und 10 Euro erwerben. Im Vergleich zu Deutschland ist das natürlich ein Witz, also haben wir nicht lange überlegt und uns mit einem Pulli, Schal und Mütze eingedeckt.

 

Als wir dann am Rande der Salzwüste ankamen, waren wir mehr als überwältigt. Soweit das Auge blicken konnte nur Salz. Unser Fahrer erzählte uns, dass die Salzwüste ca. 12.000 Quadratkilometer groß ist und das Salz eine Tiefe von 12m erreicht. Man kann also getrost sagen, dass wir uns über den Salzbestand fürs Sonntagsfrühstücksei keine Sorgen machen mussten:-).   

 

Nach 1 bis 2 Stunden Querfeld ein durch die Salzwüste haben wir eine, wie soll ich sagen, Kaktusinsel erreicht. Hier haben wir dann ein Mittagessen bekommen und dann den Nachmittag damit verbracht die typischen Spaßbilder zu schießen.

 

Wer will kann auch eine 2 oder 3 Tagestour in die Salzwüste buchen. Da wir ja aber unter dem bekannten Zeitdruck der WM standen, es in der Wüste nachts noch kälter ist und Tina zusätzlich etwas angeschlagen war, kam für uns nur die 1-Tages Tour in Frage. Wir sind aber trotzdem voll auf unsere Kosten gekommen und hatten alle zusammen eine Menge Spaß.

 

Als wir dann wieder in Uyuni angekommen sind, haben wir uns noch ein Abendessen gegönnt und uns zusammen mit Ronan auf eine weitere Nacht im Bus nach La Paz vorbereitet.

 

Hier ein paar Bilder von unserer Salzexpedition.

 

Bis die Tage

Tina und Andreas                           

 

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