Das war's, wir sind wieder daheim.
Das war's, wir sind wieder daheim.

23.08.2013 - 26.08.2013 Sossusvlei

 

Sossusvlei ist bekannt für seine großen roten Dünen und gehört neben dem Etoscha Park zu den Top Highlights von Namibia. Den Etoscha Park haben wir uns übrigens von vornherein gespart, da wir ja noch auf unserer weiteren Reise den Krüger National Park auf der Liste hatten. Der Sand der Dünen wird zum Teil vom Orange River im Süden von Namibia angeweht, daher auch die rote Farbe der Dünen. Am Freitagmorgen ging es dann los. Glücklicherweise haben wir bei unserem Mietwagen ein Upgrade bekommen und waren nun für 3 Tage stolze Besitzer von einem Toyota Corrola.

Das Upgrade hatte sich später als großer Segen herausgestellt, da die Campingausrüstung vom Wadadee doch mehr Platz benötigte als gedacht. Wenn man in Namibia von Isomatten redet, sind die bekannten grünen oder silbernen Matten gemeint, sondern etwa 5-7 cm dicke Matratzen. Eher ein Feldbett ohne Gestänge. Tamara hat sich dann freiwillig als „Tetris-Beauftrage“ gemeldet und unseren Wagen fachmännisch geladen. Man kann sagen, wir haben wirklich den kompletten Stauraum ausgenutzt und mit etwas Mühe den Kofferraumdeckel zubekommen. Bepackt mit Essen, Campingzeug und einer Wegbeschreibung ging es dann auch los.

Stopp, eine kleine Sache mussten wir dann doch noch erst lernen bzw. uns dran gewöhnen. In Namibia (Südafrika auch) fährt man links. In Namibia ist die dritthäufigste Todesursache ein Autounfall. Beim Verleih mussten wir uns ein Lernvideo anschauen, in dem wir gelernt haben, dass die Unfallrate in Namibia 50 mal so hoch wie in Europa ist. Also links fahren, links schalten, links lenken und beim Abbiegen nicht immer den Scheibenwischer einschalten sondern blinken. Nach einer gewissen Zeit hatten wir auch das im Griff und unser Abenteuer ging los.

 

Von Windhoek nach Sossusvlei sind es ca. 350 km. Die ersten 100km gingen ziemlich schnell auf der Autobahn oder besser gesagt geteerten Straße, aber dann war von Teer keine Spur mehr. Die letzten 250km waren eine Schotterstraße und so langsam verstanden wir auch warum hier alle mit Allrad bzw. 4x4 unterwegs sind. Nix desto trotz haben wir uns mit unserem Toyota über die Schotterstraßen durchgekämpft. Wenn uns ein LKW entgegen kam, mussten wir zwar kurz halt machen bis sich der Staub wieder legte, aber sonst war alles in Butter. Die Landschaft auf unserem Weg war einfach wunderschön und so haben wir einfach die Musik angemacht, aus dem Fenster geschaut und die tolle Aussicht genossen. Für alle die den Sonnenauf- oder Sonnenuntergang in den Dünen von Sossusvlei erleben möchten ist es wichtig einen Campingplatz innerhalb vom Park zu buchen. Es gibt nämlich 2 Gates, ein Haupttor welches erst morgens um 6:30 öffnet und den eigentlich Zutritt zum Park ermöglicht und ein 2. Tor, welches bereits um 5:30 geöffnet wird, welches aber erst mal nur von den Campinggästen genutzt werden kann. Zum Glück hatten wir noch für die erste Nacht einen Platz im Camp bekommen. (Sesriem Campsite)

Die 2. Nacht mussten wir außerhalb schlafen (Agama Campsite), was aber nicht schlimm für uns war. Ein Tag reicht völlig aus um alles zu erleben. Es macht Sinn den Campingplatz im Vorfeld per Internet oder Telefon zu buchen, da es in der Hauptsaison eine scheinbar hohe Nachfrage gibt. Nach unserer Ankunft im Camp haben wir unsere Zelte aufgeschlagen und sind schnell zur „Elim Dune“ gefahren, damit wir noch den Sonnenuntergang genießen konnten. Die „Elim Dune“ ist eine kleinere Düne die in unmittelbarer Nähe vom Camp liegt und mit dem Auto in guten 5 bis 10 Minuten zu erreichen ist. Der kleine Ausflug hatte sich schon mal rentiert und die Freude auf den Sonnenaufgang auf der „Dune 45“ ist gewachsen. Wir hatten auch schon mal einen kleinen Vorgeschmack davon bekommen, was es heißt eine richtige Düne zu besteigen. Am besten macht man es barfuß und teilt sich seine Kraft gut ein, ist nämlich gar nicht so einfach wie es aussieht. Ich will es mal so sagen, Dünenklettern wird bestimmt kein Hobby von mir:-).

Nach dem kleinen abendlichen Sportprogramm, wollten wir erst was kochen. Dummerweise haben wir aber festgestellt, dass unsere Gasflasche nicht gefüllt war:-(. Dazu kam noch, dass unser gekauftes Feuerholz ziemlich feucht war und somit unsere 2. Energiequelle ebenfalls versagte. Glücklicherweise hatte uns Adam vom Wadadee einen Tag vor unserer Abreise Leslie vorgestellt. Leslie ist ein Tourguide für Safaris und hatte uns noch mit ein paar Tipps für den Weg ausgestattet. Wie es der Zufall so will, war Leslie in dieser Nacht ebenfalls mit einer Gruppe im Camp. Also haben wir Tina und Tamara losgeschickt, in der Hoffnung auf eine Leihflasche und schließlich doch noch eine warme Mahlzeit. Wir dachten uns Frauen in Not hilft man eher als Georg und mir:-). Der Plan ging auf, die Beiden waren erfolgreich und der Hunger wurde erfolgreich bekämpft.

 

Dass es nachts in der Wüste kalt ist war uns schon klar, aber so kalt ist echt nicht mehr feierlich. Nur Georg hatte einen entsprechenden Schlafsack für diese Temperaturen. Unsere waren leider nur bis zu 7 Grad geeignet. Wir haben uns also wirklich den Arsch abgefroren und deshalb konnten wir es auch gut verkraften als die Nacht bereits um 5:00 Uhr für uns zu Ende war. Um 5:30 standen wir dann pünktlich mit Wasser und Essen im gut aufgewärmten Auto vor dem 2. Tor, mit dem Ziel den Sonnenaufgang um 6:30 auf der „Dune45“ zu erleben. Der Name für die Düne ist eigentlich ganz einfach, sie liegt genau 45km entfernt vom Eingangsgate (45km geteerte Straße muss man an dieser Stelle wohl hervorheben). Also hatten wir 60 Minuten für 45km und den Aufstieg auf die Düne. Nach knapp 30-35 Minuten waren wir an der Düne und begannen im Akkord mit dem Aufstieg. Leicht erschöpft waren wir dann kurz vor 6:30 auf der Düne und haben einen wunderschönen Sonnenaufgang erlebt. In Worte kann man das gar nicht so recht beschreiben, wir hoffen jetzt mal, dass die Bilder es einigermaßen rüber bringen.

 

Nach unserer 1. Dünenbesteigung des Tages, hat Leslie uns dann noch netterweise einen Kaffee spendiert und wir fuhren weiter zum Big Daddy, die eigentliche Aufgabe des Tages. Big Daddy ist eine der größten besteigbaren Dünen dieser Welt und hat eine Höhe von ca. 370m. Von der Düne45 fährt man einfach 10 Minuten weiter in den Park und kommt dann zu einem 4X4 Parkplatz. Ab da kann man entweder den Rest laufen oder mit einem Shuttle für 50N$ (knapp 4€) hinfahren. Wir haben uns fürs Laufen entschieden. So langsam stiegen auch wieder die Temperaturen, die Klamotten, die in der Nacht und auf der Dune45 auf Grund der eisigen Morgentemperatur noch nützlich waren, wurden mit der Zeit dann doch sehr warm. Tina hatte am Ende mehr Klamotten umgebunden als am Körper und mir tropfte der Schweiß dank meiner langen Unterwäsche. Na man kann nicht immer alles richtig machen. Der Weg zum Big Daddy war richtig toll und über einen ausgetrockneten See bahnten wir uns den Weg zum Aufstieg. Wenn man auf Big Daddy zuläuft und die Düne immer größer wird, kommt man schon mal auf den Gedanken ob man da jetzt wirklich rauf muss. Soll man sich die Qual wirklich antun?? JAAAAAAAAA, man muss!!! Zum einen kommt man wahrscheinlich nur einmal im Leben da hin und wer will schon der Warmduscher sein und am Ende sagen müssen „Ich bin nicht hochgelaufen“ da war der Ehrgeiz doch zu groß und zum Anderen war die Aussicht und das Gefühl als man oben war einfach gigantisch. Georg hat sich dabei als echter Dünenbesteigexperte herausgestellt, in ca. 25min war er doch tatsächlich oben. Die normal Sterblichen und Fotografiesüchtigen machen es dann doch eher in 40 bis 60 Minuten:-).

Nachdem wir die Aussicht vom Big Daddy genossen haben, kam eine weiterer Grund für den Aufstieg --> nämlich der Abstieg. Wir sind so schnell es ging die Düne an einem Steilhang hinuntergerannt. Die Geräusche die dabei entstehen sind einfach nur cool. Der Sand ist fein, man könnte ihn direkt in eine Sanduhr abpacken. Folglich hat er sich überall wiedergefunden. Als wir wieder unten waren sind wir dann noch mal durch einen ausgetrockneten See zu den Toten Bäumen gelaufen. Die Stimmung war unbeschreiblich, zum Einen die Farben und die Hitze in der Wüste, auf der anderen Seite die Stille. Man kann definitiv sagen, dass wir diese Erfahrungen auf keinen Fall missen wollen. Nach unserer Rückkehr ins Camp haben wir uns noch den nahegelegen Canyon angeschaut. Georg, der alte Kletterer hat sich noch an ein paar Wänden probiert und sich die Sache von oben angeschaut ehe wir dann weiter zu unserem neuen Campingplatz (Agama Campsite) gefahren sind. Auf dem neuen Campingplatz hatten wir zwar immer noch kein Gas aber dafür trockenes Holz. Also gab es zum Schluss nach mal etwas Pfadfinderstimmung und wir haben uns unser Essen über dem Feuer gekocht. Ein toller Abschluss für ein wirklich tolles und erlebnisreiches Wochenende, welches wir mit Tamara und Georg hatten. Uns hat es wirklich großen Spaß gemacht;-).

Nach unserem Wochenende, haben wir dann noch eine Nacht im Wadadee geschlafen und sind dann wieder nach Kapstadt mit dem guten alten Intercape gefahren. Der Abschied vom Wadadee ist uns wirklich schwer gefallen, weil wir eine richtig tolle Zeit erlebt hatten und Namibia für uns am Ende doch noch ein voller Erfolg geworden ist.

Ach ja Hope, die kleine Wadenbeißerin, war auch ein bisschen traurig, zumindest hat sie so geschaut. Allen anderen vom Wadadee, passt auf Euch auf und Danke für die tolle Zeit!

@Georg: Ich hoffe wir sehen uns wieder, wenn St.Pauli aufgestiegen ist:-P.

 

Hier eine kleine Auswahl an Bildern.

Leider sind nicht alle Bilder in der gewohnten Qualität, da wir auf Big Daddy auf Grund des Windes nur mit IPhones und der GoPro fotografieren konnten. Die Gefahr, dass die richtige Kamera durch den feinen Sand kaputt geht, war uns einfach zu groß.

 

Bis die Tage

Tina und Andreas

 

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