Das war's, wir sind wieder daheim.
Das war's, wir sind wieder daheim.

16.08.2013 – 19.08.2013 Swakopmund

 

Nach 2 Tagen Windhoek und einer leichten Frustration haben wir uns dann auf den Weg nach Swakopmund gemacht. Diesmal hatten wir ein Hostel im Vorfeld gebucht und die Busfahrt sollte auch nur 4 bis 5 Stunden dauern. Zu unserer großen Freunde hatten wir wieder die gleiche Reisebegleiterin, wie schon auf dem Weg nach Windhoek. Es klappt aber auch wirklich alles in Namibia ;-) ohhhh man. Na ja egal, die Fahrt ist ja nicht lange, Grenze gibt es auch keine und der Bus wird schon halten -->also rein in die Kutsche und positiv denken.

 

Nach 5 bis 6 Stunden haben wir dann auch unser Ziel ohne größere Probleme erreicht. Für die Fahrt nach Swakopmund haben wir pro Person 240N$ (ca. 18€). Wir fahren sehr froh, dass wir wenigstens zwischen den größeren Orten mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen konnten, wenn wir schon nicht ins Hinterland von Namibia kommen.

Auf den ersten Blick war Swakpomund ein recht hübsches Städtchen. Unser Hostel Desert Sky war auch nicht weit vom Intercape Terminal entfernt und so hatten wir für die nächsten Tage erst mal ein neues Zuhause gefunden. Im Desert Sky haben wir pro Nacht 430 N$ (ca. 32€) bezahlt. Zu unserer großen Freude haben wir ein Doppelzimmer mit Privatbadezimmer bekommen, normalerweise kosten diese Zimmer mehr, aber die Dame meinte das ist schon ok. Ein erster Lichtblick in Namibia, eventuell geht ja doch was in diesem Land. Ihr merkt schon, in manchen Zeiten freut man sich über kleine Dinge:-).

Die Küche im Desert Sky war sehr gut, die Zimmer sind groß und richtig schön eingerichtet. Die sanitären Anlagen sind ebenfalls sehr gut und ein Supermarkt ist genau um die Ecke. Das Personal ist mehr als hilfsbereit, man kann dieses Hostel also sehr gut weiterempfehlen!!

 

Einer der Hauptgründe für unsere Swakopmundreise war Quadbiking in der Wüste von Namibia, es wurde einfach mal wieder Zeit für was Cooles:-). Also haben wir uns gleich für den nächsten Tag für eine 2-stündige Tour in der Wüste angemeldet. Die Touren starten alle Stunde und kosten pro Person 550N$ (ca. 40€). Man hat auch die Möglichkeit eine Stunde zu buchen oder sich ein Quad zu teilen. Aber weder die eine noch die andere Option kam für uns in Frage, wir wollten jetzt einfach Spaß haben à und den hatten wir auch. Weil es in der Wüste am Morgen noch etwas kalt und neblig ist, haben wir uns für 10:30 angemeldet. Bei den Quads kann man zwischen Schaltung und Automatik wählen. Auch hier hatten wir wieder Glück, weil wir beide einen Guide für uns alleine bekommen haben. Wir mussten also auf niemanden Rücksicht nehmen und von Nixblicker oder sonstigen Bremsern blieben wir also auch verschont.

Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase hatten wir unsere Quad‘s ratz fatz im Griff und konnten im wahrsten Sinne des Wortes die Wüstensau rauslassen. Wir sind die Dünen mit Vollgas hochgedonnert und haben dann einen schönen U-Turn am Hang der Düne gemacht und sind dann wieder nach unten geschossen --> kann man mit Achterbahn fahren vergleichen, nur dass man selber am Gaspedal sitzt:-).

 

Unser Guide war wirklich super, er hat tolle Bilder von uns gemacht und uns ein paar Dinge über die Wüste erklärt. Wer es bis jetzt nicht wusste, die schwarzen Schleier in der Wüste von Namibia sind Eisen und dieses verhindert, dass die Dünen nicht wandern. Mit einem Magneten hat der Guide dann denn ganzen feinen Eisenstaub aus dem Sand gezogen und unsere Namen in den Sand geschrieben. Klingt evtl. etwas kitschig, aber wir faden es wirklich schön. Von den Dünen hat man dann einen wahnsinnigen Ausblick.

 

Wer will, kann sich in der Wüste auch an Sandboarding versuchen. Allerdings ist es hier nicht auf einem Board, sondern auf einem Brett, quasi wie Schlitten fahren. Wir hatten es zwar nicht gebucht, aber unser Guide meinte, wenn wir wollen dürfen wir es gerne versuchen unter der Bedingung, dass wir es nicht in der Basis verraten. Unter der Kategorie „Videos“ könnt ihr sehen, wie Tina sich so angestellt hat:-).

Man bekommt wirklich einen enormen Speed, wenn es so eine Düne runtergeht. Der Aufstieg dagegen macht weniger Spaß und geht einem ganz schön in die Knochen. Die Vorstellung 1 oder 2 Stunden die Düne runterzurutschen und dann immer wieder den mühevollen Aufstieg hinter sich zu bringen, erschien uns beiden doch etwas zu langweilig. Die einmalige Erfahrung war wirklich toll und hat uns erst mal gereicht. Ist ja nicht die letzte Wüste auf unserer Reise. Nach 2 Stunden ging es dann wieder zurück zur Basis und wir hatten unser erstes tolles Erlebnis in Namibia hinter uns -->Ein tolles Gefühl, wir sind also doch nicht für die Katz in dem Land:-).

 

Am Abend lernten wir dann Tamara und Georg in unserem Hostel kennen. Die beiden sind Medizinstudenten und absolvieren einen Teil ihrer praktischen Ausbildung im Krankenhaus von Windhoek. Genau ,Windhoek, die Stadt die wir gerade nicht wirklich leiden konnten. Als wir Ihnen von unserem Pech in Windhoek erzählt haben, kam plötzlich ein Wort ins Rennen „Wadadee“. Wadadee so heißt ein Hostel in Windhoek, genau genommen Katatura (quasi früher das Viertel für die Schwarzen etwas außerhalb von Windhoek). Das Hostel gibt es nicht im Internet und ist auch sonst nirgends zu finden, sondern funktioniert eher mit Mund zu Mund Propaganda. Das klang doch mal gar nicht schlecht.

Da die beiden am nächsten zurückreisten haben wir sie gebeten für uns nach einer Schlafmöglichkeit zu fragen.

Am nächsten Tag haben wir uns dann noch Swakopmund etwas genauer angeschaut. Man kommt schnell auf den Gedanken, dass Swakopmund eine Stadt oder besser ein Kurort an der Ostsee sein könnte. Auf Grund der Geschichte von Namibia leben viele Deutsche in Namibia. Das spiegelt sich in den Straßennamen oder Hotelnamen sehr stark wieder. Wir haben sogar eine deutsche Bäckerei gefunden, in der es tatsächlich Leberkäs-Semmel gab. Da lassen wir uns natürlich nicht zweimal bitten und so ein deutsches Brot weiß man nach unserer langen Reise sehr zu schätzen. Nach den ganzen Eindrücken und vor allem deutschen Einflüssen haben wir uns dann dazu entschlossen das Ganze etwas zu perfektionieren. Wir haben uns Rindsrouladen mit Rotkohl und Knödeln gekocht. Zum einem war ja schließlich Sonntag und zum Anderen ist das von Tina eine Königsdiziplin. Ein bisschen Heimat kann zwischendurch nicht schaden. Die anderen Bewohner im Hostel waren auch ein wenig neidisch auf unser Essen, aber zum Teilen waren wir diesmal nun wirklich nicht bereit;) Es war einfach zu lecker.

 

Zwischenzeitlich hatten wir auch von Tamara und Georg eine Zusage vom Wadadee und so saßen wir erst mal richtig satt und zufrieden in der Sonne von Swakopmund und waren zufrieden mit der Welt. Allerdings ließ das nächste Probleme nicht lange auf sich warten.

 

Der Intercapebus von Swakopmund nach Windhoek war voll. Na toll, diesmal hatten wir zwar eine Unterkunft aber kein Transportmittel. Von Georg und der Hostelbetreiberin hatten wir allerdings erfahren, dass es auch ein lokales Shutteltaxi gibt und das für 140N$ (ca 10€) pro Person fährt. Das klingt doch mal vernünftig und billiger ist es auch, gebongt bzw. gebucht und alles wieder gut. So eine Fahrt mit so einem Shuttel ist schon ein Erlebnis der besonderen Art und man ist erstaunt wie viele Leute in so einen kleinen Bus passen. Tina teilte sich eine Sitzbank mit 4 Leuten (Sitzen war nur mit einer Pobacke möglich), das Wort „eng“ wurde an dieser Stelle wieder neu definiert und ich (Andi) hatte Platz der eine Beinfreiheit von quasi Null hatte. Die Füße habe ich mit viel gutem Willen auf den Boden gebracht. Das Motto für diese 4-stündige Fahrt hieß also „Augen zu und durch“. Auf der Fahrt herschte für uns normale Europäer eine enorme Hitze (keine Klimaanlage – und in Namibia ist es heiß) und wir haben uns alles was ging ausgezogen und am Schluss haben wir es dann doch tatsächlich gewagt ein Fenster zu öffnen. War dann doch wohl zu viel des Guten, ein Afrikaner mit Pulli und Lederjacken hat uns dann freundlich gebeten das Fenster wieder zu schließen, es sei schließlich etwas frisch und ihm sonst zu kalt!!!

 

Unsere Blicke könnt Ihr euch bestimmt gut vorstellen, aber gut Fenster wieder zu und in der fahrenden Sauna ab nach Windhoek. Am Ende haben wir diese 4 Stunden gut überstanden und sind nach einer kurzen Taxifahrt und ein paar wenigen Schritten vor dem Wadadee gestanden.

 

Hier eine kleine Auswahl an Bildern und Videos

 

Bis die Tage

Tina und Andreas

 

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