Das war's, wir sind wieder daheim.
Das war's, wir sind wieder daheim.

16.05.-25.05.2014 Medellin

 

Da unser Flug von Guayaquil nach Medellin erst am 19.05.2014 ging, machten wir vorher nochmals einen kleinen Abstecher nach Montanita, wo wir dann auch Sanja und Joel wiedertrafen und uns noch 2 Tage zusammen entspannten und feierten.

 

In Medellin würden wir nun auf die Familie von Marcela und Carlos treffen, die wir in Neuseeland kennengelernt hatten.

 

Am 19.05.2014 standen wir dann morgens um sechs am Flughafen von Guayaquil und flogen dann über Esmeralda nach Cali, Kolumbien. Hier mussten wir dann von mittags bis abends um acht auf unseren nächsten Flug warten, der sich dann leider auf Grund von schlechtem Wetter nochmals um zwei Stunden verspätete. Leicht genervt und müde kamen wir dann endlich um 23:00 in Medellin an, wo uns Agustin und seine Freundin Luisa vom Flughafen abholten. Doch zunächst gab es die nächste böse Überraschung, denn wir wurden informiert, dass sich unser Gepäck jetzt versehentlich in Santa Marta befände und erst in einer weiteren Stunde hier ankommen würde.  

 

Um 24:00 hatten wir dann auch endlich unsere Rucksäcke und es konnte losgehen. Zum Glück wohnten sie nicht direkt in Medellin (im Tal), sondern nur 10 min vom Flughafen entfernt in den  Bergen. Hier schliefen natürlich inzwischen schon alle und nach einer Suppe ging es dann auch für uns schnell ins Bett.

 

Als wir am nächsten Morgen wach wurden, wurden wir dann mehr als nur herzlich von allen empfangen. Wir fühlten uns gleich wie zuhause und die Familie von Marcela (Mutter Silvia, Vater Carlos, Sohn Agustin + Freundin Luisa sowie die Schwester Cristina) wurden schnell auch zu unserer Familie.

Da Marcela ihrer Mutter aufgetragen hatten uns alle typischen Gerichte und Früchte  zum Probieren zu geben, sollten uns die nächsten Tage wahre Köstlichkeiten erwarten.

 

Zunächst bekamen wir wie auch die kommenden Tage also ein monströses Frühstück, welches von Ruby (die Hausangestellte, die seit 20 Jahren für die Familie das Haus sauber hält und wie eine Göttin kocht) zubereitet wurde.  Frischer Fruchtsaft (aus den verschiedensten und teilweise uns unbekannten Früchten), Arepas (das essen sie in Medellin anstatt von Brot und gibt es zu jeder Mahlzeit dazu), Rühreier mit Schinken, Guacamole, Tomaten, Käse, und, und, und……einfach nur super lecker!!!!

Nach dem Frühstück begannen wir einen Rundgang durch das Haus und das 4 Hektar große Grundstück und so langsam wurde uns bewusst wie groß das hier alles ist und dass wir nicht bei den ärmsten Leuten gelandet waren.

 

Das Haus an sich ist schon wunderschön (von Silvias Vater selbst erbaut) und von der Terrasse hat man einen wunderbaren Ausblick auf das ganze Grundstück und die Berge. Da Agustin Landwirt ist, gibt es Kühe und (normalerweise auch) Schweine. Ein Freund von ihm hat außerdem seine Pferde auf deren Grundstück stehen. Der Vater Carlos züchtet Millionen von Hortensien, die er dann in die USA exportiert. Bei unserem Rundgang kamen wir daher an wunderschönen Blumen, 2 Seen, Pferden und Kühen vorbei. Hier kann man die Seele baumeln lassen und die Natur genießen. Andi und ich verliebten uns sofort in diesen wunderschönen Flecken Erde und wollten am liebsten auch gar nicht mehr weg!!!Zudem war die Familie einfach so herzlich und hilfsbereit.

 

Nachmittags lernten wir dann auch das Wochenendgrundstück der Großmutter kennen, welches von Hausangestellten geführt wird und nicht weniger schön und groß war und wo einmal pro Monat alle 8 Kinder und Enkelkinder zu einem Familientreffen zusammenkommen. Hier wachsen außerdem alle Gemüse- und Obstsorten die man sich nur vorstellen kann. Toll wenn man Appetit auf etwas Obst hat und einfach zum nächsten Baum  gehen kann  anstatt in den Supermarkt. Hier habe ich auch das erste Mal einen Avocadobaum gesehen und durfte mich bedienen.

Auch die Mittagessen, zu denen es meist eine super leckere Suppe gab, Reis, Arepas und andere Köstlichkeiten waren unbeschreiblich lecker. Abends gab es dann meist die Reste.

 

Am nächsten Tag stand dann unser erster Ausflug an. Silvia und Agustin nahmen sich nämlich jeden Tag Zeit um uns die Gegend zu zeigen. Wir fuhren etwa 1 Stunde zu El Penon de Guatape, ein riesiger berühmter Fels, den man besteigen kann (etwa 650 Stufen) und von dem man einen gigantischen Ausblick auf eine wunderschöne Landschaft hat. Im Anschluss besuchten wir auch noch das berühmte schöne Örtchen Guatape.

Am Tag darauf fuhren wir dann etwa 40 min nach Medellin rein. Viele verbinden heute noch Medellin (Anfang der 90er Jahre Mordhauptstadt der Welt) mit Pablo Escobar(gestorben 1993 im Kugelhagel der Polizei), einem der reichsten, mächtigsten und brutalsten Drogenhändler der Welt und der Drogenbaron Kolumbiens. Bomben, Raubüberfälle und Entführungen waren damals unter seiner Herrschaft an der Tagesordnung.

 

Heute wurde Medellin tatsächlich zur innovativsten Stadt der Welt gekürt (Bildung, Verkehr, Gesundheit). Darauf sind die Einwohner auch mächtig stolz. Eines der Hauptattraktionen ist für sie ihre U-Bahn und die Seilbahn, die den öffentlichen Nahverkehr im Tal mit den Armenvierteln an den Hängen verbindet. Wir werden zur U-Bahn geführt und immer wieder wird betont, dass die U-Bahn „Muy limpio, muy bonito y muy organizado“ ist (sehr sauber, sehr schön und sehr organisiert). Für uns Deutsche eine normale saubere U-Bahn, aber selbstverständlich bestaunen wir diese.

Im Zentrum sehen wir viele Skulpturen des berühmten Künstlers Fernando Botero (bekannt für seine dicken Skulpturen) und später gelangen wir mit der Seilbahn (Metrocable) zu den 3 schwarzen Würfeln am Hang, der Biblioteca Espana (ein Geschenk des spanischen Königs, welches Zukunft und Bildung bringen sollte). Der Ausflug endet dann mit der Besichtigung des botanischen Gartens. Am Abend kochen Andi und ich als Dankeschön Rouladen mit selbstgemachten Semmelknödeln.

 

Am nächsten Tag entdeckten wir, dass Agustin ein eigenes Squad hat und donnerten damit dann erst mal eine halbe Stunde durch die Gegend. Selbstverständlich haben wir uns auch verfahren. Die weiteren Pläne des Tages wurden durch den Regen zunichte gemacht. Das Wetter in Medellin ist eh verrückt. Durchschnittlich beträgt die Temperatur ganzjährig 25 Grad, man kann aber an einem Tag Hitze, Regen, Kälte und Hagel erleben. Abends gab es dann noch eine Überraschungsabschiedsparty für Agustin, der bald für ein paar Monate nach Neuseeland zu seiner Schwester gehen würde. Auf einer Party trinken die Leute übrigens nicht wie wir Bier, Wein und Schnäpse, sondern nur „Aquadiente“, ein Ouzo ähnliches Gemisch.

 

Der nächste Tag war wieder sonnig schön und da ich so gerne ausprobieren wollte zu reiten (Andi konnte ja noch reiten von früher) schlug Agustin vor einen kleinen Reitausflug zu machen. Zu der Zeit war mir jedoch noch nicht klar, dass wir gleich  mehrere Stunden ausreiten würden und ich danach 2 Tage nicht mehr sitzen kann…Ich bekam das Pferd Jupiter und los ging es, wir ritten durch die Berge, den Nationalpark und hatten eine wunderschöne Aussicht. Nach fast 2 Stunden gelangten wir dann an einen See wo man sich sein Mittagessen selbst angeln konnte und dann zubereiten ließ. Als ich jedoch sah, wie sie die Fische angelten und dann ohne zu töten in den Eimer warfen wo sie verbluteten, verging mir schnell der Appetit und ich verzichtete. Agustin aß dann den frittierten Fisch mitsamt Augen, so dass ich dann gar keinen Hunger mehr hatte. Auf dem Rückweg fingen wir dann an zu galoppieren, ich hatte einen Heidenspaß, konnte aber wie gesagt später  nur noch unter Schmerzen auf meinem Allerwertesten sitzen. Am Abend fuhren wir alle in den nächsten Ort und aßen dort dann Arepas und mein neues absolutes Lieblingsessen von Kolumbien, Empanadas de Papas (Empanadas mit Kartoffeln gefüllt), supergünstig und so lecker!!!!!!!

 

Am Sonntag, den 25.05.2013 war dann auch schon der letzte Tag angebrochen. Nach einem Spaziergang durch ein anderes kleines Örtchen und nachdem wir auch noch Vater Carlos Familie kennengelernt hatten wurden wir schließlich zum Flughafen gebracht und verabschiedeten uns unter Tränen voneinander und dem Versprechen sich wiederzusehen. Da Andi und ich uns inzwischen auf zu Hause sehr freuen, hat uns eine Woche mit einer Familie, bei der man sich zuhause fühlt, so richtig gut getan und es war für uns wie unserer eigenen Familie wieder Lebwohl zu sagen.

 

Hier ein paar Bilder von unserer traumhaften Woche

 

Bis die Tage

Tina und Andreas 

 

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