Das war's, wir sind wieder daheim.
Das war's, wir sind wieder daheim.

09.09.2013 – 16.09.2013 Addo Elephant Park

 

Nach den vielen verschieden Eindrücken der letzten Woche, war es jetzt mal an der Zeit sich von der Unterwasserwelt zu verabschieden und auf Tiersuche an zu Land zugehen. Schließlich sind wir ja in Afrika und was ist ein Urlaub in Afrika wenn man nicht ein paar wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten kann. Daher war unser nächstes großes Ziel der Addo Elephant Park etwa 70km nördlich von Port Elizabeth. Bis dahin war es aber noch ein weiter Weg, der uns noch durch einige Plätze führte.

Unsere nächste Station hieß George, beschrieben als nettes Örtchen mit netten Restaurants. Tatsächlich war George aber die eigentliche Industriestadt, da es eigentlich nur aus Geschäften und Restaurants besteht. (schnell haben wir bereut, dass wir uns erst im Campingplatz eingebucht hatten und nicht weiterfahren konnten). In George gibt es außerdem die Garden Route Mall, hier findet man alles was das Herz begehrt. Wer also Zeit und Lust hat, ist für eine kleine Shoppingrunde gut aufgehoben. Als Campingplatz haben wir uns für Mountain View entschieden. Auf diesem Campingplatz gibt einen Grill, der gerade danach schreit benutzt zu werden, ein feines Teil. Während sich also die Frauen eine vegetarische Mahlzeit gönnten, haben sich die Männer der Schöpfung eine ordentliche Fleischkur verordnet.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Knysna und wir beschlossen uns dieses Mal zuerst umzuschauen bevor wir einen Campingplatz suchen und das war auch gut so. Knysna hat eine ganz nette Waterfront mit ein paar netten Restaurants, war aber ansonsten nicht so unser Ding. Also fuhren wir weiter nach Plettenberg Bay (nicht weit hinter Plettenberg Bay kann man übrigens den höchsten Bungeejump der Welt machen mit faceadrenalin), entschieden aber auch hier nicht zu bleiben und landeten schließlich etwa 70 km vor Port Elizabeth in Jeffreys Bay, wo wir wieder einen schönen Campingplatz direkt am Meer fanden.

 

Wir stellen auch mit der Zeit immer mehr fest, dass uns die Städte nicht mehr sonderlich interessieren. Staatdessen zieht es uns immer mehr raus in der Natur. Im Dschungel oder einem Strand fühlen wir uns gerade einfach wohler, als in einer Stadt. Natürlich werden wir auch weiterhin die berühmten Städte dieser Welt besichtigen, aber in Südafrika scheint uns Kapstadt doch mehr als genug.

Am nächsten Tag ging es dann direkt nach Port Elizabeth, dort haben wir uns noch für 3 Tage einen zusätzliches Auto für den Addo Elephant Park gemietet und nach einer weiteren Nacht vor Ort ging es dann auch direkt in den Park. Port Elizabeth ist übrigens ziemlich groß, in unseren Augen aber nicht sehr attraktiv oder unbedingt sehenswert.

 

Im Maincamp vom Park haben wir glücklicher Weise für die ersten 2 Nächte noch einen Platz bekommen, die anderen 2 Nächte müssten wir leider außerhalb eine Bleibe finden, was sich aber im Nachgang für Tina und mich als glücklicher Umstand erwies:-). Dazu aber später mehr.

 

Der Campingplatz im Park ließ keine Wünsche offen, die sanitären Einrichtungen waren mehr als gut und die Campingplätze selber waren sehr schön, voneinander abgetrennt und wieder mal mit einem tollen Grill versehen. Zusätzlich gab es noch ein Häuschen mit mehreren Kochstationen. Wer also weit genug planen kann, sollte sich bereits im Vorfeld per Internet oder Telefon einen Platz reservieren. Natürlich kann man sich auch eine Lodge oder sonstige Unterkünfte buchen.

Jedoch sollte man drauf achten, das immer alles gut weggeschlossen ist und zwar nicht weil es hier Probleme mit der Kriminalität gibt, sondern weil die Affen einfach alles gebrauchen können;-).

 

Der Addo Elephant Park ist ein Big 5 Park bzw. mit einem Meerzugang sogar ein Big 7 Park. Die Big 5 sind Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe und Leopard. Mit dem Buckelwal und dem weißen Hai spricht man dann von den Big 7. Der Park selber ist Malariafrei. Das Tolle an diesem Park ist, dass man nicht unbedingt eine Safari buchen muss, sondern mit seinem eigenen Auto kreuz und quer im Park rumfahren darf. Ein paar Straßen sind geteert und ein paar einfach nur Schotterpiste, allerdings ist 4X4 hier nicht von Nöten, es geht alles wunderbar mit einem normalen Auto. Aus diesem Grund waren wir ja so clever und haben uns in Port Elizabeth mit einem 2. Wagen versorgt, am Ende war es nämlich wesentlich billiger als ständig eine Safari zu buchen und auf der anderen Seite waren wir unser eigener Herr. Tageseintritt pro Person sind 140Rand (ca. 10,50€). Man kann dann den ganzen Tag so oft rein und rausfahren wie man möchte. Die Öffnungszeiten unterscheiden sich je nach Saison, aber in der Regel immer von 6 bis 18 Uhr.

Im Park haben wir dann natürlich Elefanten, Zebras, Kudus, Schildkröten, eine Luchsart, Schakale, Büffel und sonst noch einiges gesehen. Für Löwen braucht man etwas Glück, da es ursprünglich ein reiner Elefantenpark war und die restlichen Tiere mit der Zeit dazugesellt haben. In Summe leben in dem Park ca. 500 Elefanten. Die größte Quote hatten wir im nördlichen Teil vom Park. Ein großes Highlight war eine riesen Elefantenherde mit Babys. Ein Babyelefant war dabei besonders witzig, weil er sich als Schrecken der Warzenschweine in Pose setze. Natürlich war der Kleine nach gewonnener Schlacht mehr als Stolz und trabte glücklich und zufrieden wieder zu seinen Eltern. Ein kleines Babyzebra haben wir auf unserer Tour auch noch entdeckt.

 

In Summe haben wir 2,5 wunderschöne Tage und Abende im Addo Elephant Park verbracht. Diese reichen allerdings auch mehr als aus. In dieser Zeit kann man gemütlich den ganzen Park anfahren und sich auf die Lauer legen. Allerdings stockt einem doch jedes Mal der Atem, wenn man sich mit einem Elefant die Straße teilen muss. Man kann sich gut vorstellen, dass er immer Vorfahrt hat. Soweit es geht angemessenen Abstand anhalten, am besten den Motor ausstellen und warten was passiert. Und wenn gar nichts mehr geht, so schnell wie möglich den Rückwärtsgang einlegen. Wir haben nämlich ein anderes Paar getroffen, die uns erzählt haben, dass ihnen ein Elefant die Motorhaube mit dem Fuß eingetreten hat und sie dann verfolgt hat (war aber nicht im Addo).

 

Die letzten 2 Tage haben wir dann außerhalb auf einem Campingplatz verbracht und einfach nochmal entspannt. Der Campingplatz wurde von einem netten älteren Pärchen betrieben und wie es der Zufall so will waren sie große Sportfans und hatten das afrikanische Sport Pay TV abonniert. Bei diesen Sportsender spielt auch die Bundesliga eine Rolle und mit einer charmanten Bitte durften wir tatsächlich in einem Gästezimmer das Spiel 6:2 von Dortmund über den HSV anschauen. Besser kann ein Tag nicht enden oder doch mit einem Becher Rotwein. Der Campingplatz ist übrigens schon sehr besonders, hier sind sogar die Klobrillen, der Klokasten und das Klopapier mit netten Häkelkünsten verziert;)

So nach knapp 2 Wochen gemeinsamer Reise war es dann auch leider an der Zeit sich zu trennen. Meine Mutter und Wolfgang mussten zurück nach Kapstadt, leider endet mal jeder Urlaub und die 770km Rückfahrt wollten sie ja auch noch etwas genießen. Also hieß es in Port Elizabeth nach einem schönen gemütlichen Mittagessen „Auf Wiedersehen“.

 

Vielen lieben Dank für euren Besuch in Südafrika. Wir haben die 2 Wochen sehr genossen. Es war schön sich nicht immer ständig nach einer neuen Unterkunft suchen zu müssen oder sich zu überlegen wie wir jetzt von A nach B kommen. Natürlich auch Danke für eure vielen Einladungen, für die Übernachtungen und Essen (sind doch tatsächlich wieder etwas dicker geworden:-)). Wir haben wirklich eine Menge erlebt und tolle Erfahrungen gemacht. Wir sehen uns dann nächstes Jahr wieder;-). Für uns wird bestimmt die Umstellung von hochwertigen, qualitativen Wein auf Backpackerwein sicherlich schwer fallen. Am Schluss noch ein dreifaches Mieg Mieg (Insiderwitz).

 

Hier noch Auswahl von unseren Bildern und diesmal war es echt nicht einfach.


Bis die Tage
Tina und Andreas
und noch ein letztes Mal von meiner Mutter und Wolfgang ;-)

 

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