Das war's, wir sind wieder daheim.
Das war's, wir sind wieder daheim.

23.04.2014 – 27.04.2014 Cusco Machu Picchu

 

Nach einer weiteren Nacht im Bus sind wir dann morgens um 6:00 ohne weitere Zwischenfälle in Cusco angekommen. Die Peruanische Grenze ist nur 30 Minuten mit dem Bus von Copacabana entfernt, man kann also ganz bequem ausstempeln, über die Grenze laufen, sich sein Visa für Peru besorgen und sich dann aufs Ohr hauen. Ihr merkt schon, in Südamerika kann man jede Menge Zeit im Bus verbringen, sollten wir jeweils wieder ein Formular ausfüllen müssen in dem nach unseren Hobbys gefragt wird, dann werden wir auch definitiv „Bus fahren“ mit reinschreiben:-). Aber es ist einfach die billigste und beste Möglichkeit für die Fortbewegung. Man spart sich eine Nacht im Hostel und kommt mehr oder weniger bequem von einem Ort zum anderen. Die Fahrt nach Cusco hat uns 160 BOB (ca. 17€) gekostet.

 

In Cusco haben wir uns im Hostel Hospidaje Turistico Recoleta eingemietet. Das Hostel hat uns auf Anhieb gefallen. Es ist sehr schon eingerichtet, bietet eine Küche, 2 TV Räume, eine schöne Terrasse und ein tolles Frühstück. Die Zimmer sind ebenfalls sehr nett eingerichtet und haben eine angenehme Größe. Aber das Beste, ich konnte es selber nicht glauben, ich bekam endlich mal wieder eine warme Dusche. Die Übernachtung hat 75 Pesos (ca. 19,70€) gekostet.

 

Der Hauptgrund für uns nach Cusco zu fahren, war natürlich die Besteigung vom Machu Picchu. Was haben wir uns im Vorfeld alles für Gedanken gemacht, wie wir am besten zum Macchu Picchu kommen. Wir haben uns wahrlich den Kopf zerbrochen und uns echt Sorgen gemacht. Was hört man nicht alles für Geschichten, man muss die Touren bis zu 6 Monate im Vorfeld buchen. Die Touren können zwischen 300 und 400 Dollar kosten und was weiß der Geier noch alles. Je näher wir auf unserer Reise zum Machu Picchu kamen desto mehr wertvolle Tipps für einen kostengünstigen Besuch haben wir bekommen.

 

Hier ist unser Masterplan für Macchu Picchu:

 

In Cusco haben wir uns ein Ticket bzw. Eintrittskarte im Kulturministerium gekauft. Man muss allerdings genau wissen an welchem Tag man den Macchu Picchu besteigen möchte, da das Ticket tagesgebunden ist. Ach ja und den Ausweis nicht vergessen. Für das Ticket haben wir 124 Pesos bezahlt (ca. 32,70€). Mit dem Ticket in der Tasche haben wir uns dann ein Busticket am Terminal Quillabomba nach Santa Maria besorgt. Das Busticket kostet 15 Pesos (ca. 4€) und die Fahrt dauert 5 Stunden. In Santa Maria sind wir dann mit einem Taxi (Collectivo) nach Hydro Electrica gefahren. Wir hatten uns mit 2 weiteren Backpacker zusammen geschlossen, da die Taxis in der Regel erst losfahren, wenn sie voll sind. Für die 1,5 Stunden lange Fahrt zahlt man pro Person weitere 15 Pesos (ca. 4€) pro Person.

 

Die Fahrt von Santa Maria nach Hydro Electrica ist ein Riesenspaß und lässt gewisse Erinnerungen an die Death Road in La Paz wieder aufkommen. Der einzige Unterschied, man sitzt im Auto und nicht auf einem Sattel. Die Fahrer donnern eine Schotterpiste durch Berge entlang, dass einem manchmal etwas flau im Magen wird. Vor jeder Kurve wird noch mal kräftig gehupt und wenn kein Gegensignal kommt wird die Karre um die Kurve gerissen. Das Ganze hat einen gewissen Charme von einer Achterbahn. Auf der Fahrt bekommt man auch schon einen gewissen Vorgeschmack von der Natur, die Aussicht und die Berge waren jetzt der Hammer und wir konnten es kaum erwarten den Machu Picchu zu sehen. Aber bis zu diesem Punkt hatten wir noch ein paar weitere Aufgaben zu meistern.

 

In Hydro Eletrica angekommen, stand nämlich erst mal ein ca. 9 km langer Fußmarsch auf der Tagesordnung. Aqua Scalientes hieß unser nächstes Etappenziel. Wer will, kann auch ganz bequem mit dem Zug von Cusco nach Aqua Scalientes fahren. Allerdings kostet dieser Spaß ca. 100$. Für uns kam diese Option jedoch nicht eine Sekunde lang in Frage. Der Weg entlang der Zugschienen zwischen den Bergen durchs Tal war einfach toll. Die Aussicht und ein leichtes Pilgergefühl waren wesentlicher besser als dieser Zug.  Außerdem haben wir uns immer gesagt, man muss sich den Machu Picchu auch verdienen. Auf dem Weg konnten wir sogar schon die ersten Gebäude vom Machu Picchu bewundern.

 

Nach ca. 2 Stunden haben wir dann Aqua Scalientes in den frühen Abendstunden erreicht. Vor Ort haben wir dann ein Doppelzimmer für 50 Pesos (ca. 13,10€) im Hostel Las Americanas gefunden uns noch zur Stärkung ein Abendessen im Restaurant schmecken lassen und sind dann mit einer guten Bettschwere eingeschlafen. Aqua Scalientes ist ein kleines nettes Örtchen, was ein bisschen an einen Skiort erinnert allerdings ohne Schnee. Hier treffen Backpacker und Touristen voll aufeinander und dementsprechend gibt es Restaurants und Hotels in allen Preisklassen.

 

Am nächsten Morgen war es dann soweit, der Berg ruft bzw. der Machu Picchu ruft:-). Um 4:30 klingelte der Wecker und um 5 Uhr waren wir bereit für die Erklimmung. Wer will kann auch hier wieder mit einem Bus hochfahren und das für gerade mal 20$ :-) (ich hoffe man merkt die Ironie). Natürlich war auch das keine Option für uns, wir wollten uns das Ding einfach verdienen. Der Aufstieg sind ca. 1350 Höhenmeter oder einfach gesagt --> 2 Stunden Treppensteigen. Die Treppe war aber eine Naturtreppe und fern von jeglichen Normen. Mal ist eine Stufe 5cm hoch und dann wieder 30 bis 40 cm (wobei diese überwiegen). Das Ganze war ganz schön anstrengend und war für uns nochmal eine ordentliche Trainingseinheit. Auf dem Weg gab es dann immer wieder Stellen mit einer wunderschönen Aussicht und mit der aufgehenden Sonne im Rücken ging es dann Stufe um Stufe zum Eingang.

 

Gegen 7 Uhr war es dann soweit unser kleines Abenteuer hatte seinen Höhepunkt erreicht, wir standen auf dem Berg und schauten auf die alten Mauern vom Machu Picchu herab. Wir haben auf unserer Reise ja wirklich schon eine Menge gesehen und erlebt aber dieser Moment gehört eindeutig mit zu den Besten unserer Reise. Wir waren beide irgendwie innerlich völlig gerührt und konnten es noch gar nicht richtig fassen, dass wir jetzt tatsächlich hier stehen. Dies war ein ganz wichtiger Punkt auf unserer Reise, den wir auf gar keinen Fall verpassen wollten.

Es war einfach zu schön zu sehen, wie die Ruinen noch im Morgennebel lagen und langsam Stück für Stück die Sonne durchkam. Nach ca. 3 bis 4 Stunden hatten wir dann das komplette Gelände abgegrast, was natürlich mit weiterem Treppensteigen verbunden war. Gegen 10Uhr haben wir uns dann wieder auf den Weg ins Tal gemacht, sind die 9km zurück nach Hydro Eletrica gewandert, haben uns wieder ein Taxi für die 1,5 Stunden lange Achterbahn besorgt und sind von Santa Maria zurück nach Cusco gefahren. Für den Rückweg, Santa Marta nach Cusco, haben wir uns dann für ein Collectivo entschieden. Dies hat zwar pro Person 25 Pesos (ca. 6,50€) gekostet, war aber wesentlich komfortabler  und eine Stunde schneller. Am Abend sind wir dann fix und fertig und ich meine jetzt richtig kaputt in Cusco angekommen. Die Beine waren schwer, der Magen knurrte, aber wir waren glücklich!!!!

 

Es gibt jetzt bestimmt nach andere Möglichkeiten einen passenden Weg zu finden, wir haben auch gehört das andere ein Collectivo von Cusco nach Santa Marta und zurück für insgesamt 60 Pesos gefunden. Was wir  nur sagen wollen, macht euch nicht verrückt, wer einigermaßen gut auf den Beinen ist, findet auf alle Fälle einen schönen günstigen Weg um den Machu Picchu zu genießen.

 

Es empfiehlt sich übrigens auch einen Tag für Cusco selber einzuplanen. Die Marktplätze sind sehr schön, besonders am Abend und die kleinen Gassen haben auch ihren Charme.

 

Hier ein paar Bilder von unserem Ausflug.

 

Bis die Tage

Tina und Andreas           

 

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