Das war's, wir sind wieder daheim.
Das war's, wir sind wieder daheim.

02.04.2014 – 08.04.2014 Rio De Janiero und Sao Paulo (Warm Up zur WM)

 

Nach 3 Monaten Camping in Neuseeland und Australien war es dann für uns an der Zeit für den letzten Kontinentwechsel (Leider :-( ). Südamerika stand jetzt auf dem Plan. Unsere erste Station war Rio De Janeiro. Brasilien selber ist zwar erst so richtig während der WM dran, aber wir hatten bereits Anfang Januar bei Emirates ein gutes Neujahrsangebot gefunden, dass wir nicht ausschlagen konnten.

 

Außerdem war es ein guter Test für die bevorstehende WM und so konnten wir auf die Art und Weise schon mal ein paar Erfahrungen sammeln. Da bei Emirates nun mal alle Wege über Dubai gehen, sind wir nicht den kurzen Weg, also rechts rum geflogen sondern links rum:-). Für uns hieß es also erst mal 37 Stunden Reisezeit absitzen. So führte unser Weg über Sydney, Bangkok, Dubai direkt nach Rio de Janeiro:-). Wir hatten also wirklich genug Zeit für ein ordentliches Kinoupdate.

 

In Rio de Janeiro hieß es dann für uns den Klimawechsel wie auch den 15 stündigen Zeitunterschied zu verdauen. Für unseren Aufenthalt in Rio haben wir uns für das Hostel Rio Maravillha Hostel entschieden. Das Hostel war neu und hatte noch keine Bewertungen, wir dachten uns aber der Preis ist ok (pro Nacht für uns beide 80 Real ca. 23,17€) und die Bilder sahen auch nett aus. Zusätzlich wurde ein gratis Transfer vom Flughafen zum Hostel angeboten, was uns am Ende komplett überzeugte. Unsere Motivation nach 37 Stunden Flug und einem Jetlag von 15 Stunden sich noch zusätzlich durch die Stadt zum Hostel zu kämpfen, lag nämlich bei 0.

 

Mit der Wahl von unserem Hostel hatten wir einen wahren Glückstreffer gelandet. Andre, der Besitzer vom Hostel holte uns wie vereinbart vom Flughafen ab. Auf dem Weg erklärte er uns, dass wir derzeit die einzigen Gäste sind und uns wie zu Hause fühlen sollen. Zum Glück konnte Andre Englisch sprechen, wir merkten nämlich recht schnell dass die Kommunikation in Brasilien nicht so einfach ist. Im Gegensatz zu allen anderen Ländern in Südamerika ist hier die Landessprache nämlich portugiesisch. Manche Leute verstehen zwar spanisch, machen aber keine Anstalten in Spanisch zu antworten. So konnte wenigstens Tina ab und zu auf Spanisch erklären was wir wollten und mit Hilfe von Händen und Füßen sind wir dann auch meistens ans Ziel gekommen.

 

Im Hostel wurden wir dann auch gleich mal von Andre seiner Frau und seinen Kinder herzlich begrüßt und zu einem Willkommensbier eingeladen. Statt einem Doppelzimmer haben wir ein ganzes Dorm für uns bekommen, d.h. wir hatten mal richtig Platz.

 

Das Hostel , das auf einem Berg steht, verfügte über eine Bar mit einer großen offenen Terrasse und einem herrlichen Ausblick über Rio. Man konnte sogar das Stadium sehen, in dem wir dann hoffentlich zum Finale drin sitzen. Es gibt auch eine Küche und einen TV Raum. Das Hostel kann bestimmt an der einen oder stellen noch verbessert werden, aber man muss eben entschuldigen dass Andre neu im Geschäft ist und noch im Aufbau. Außerdem machte Andre und seine Familie alles aber wirklich alles mit seiner Gastfreundschaft wieder weg. Wir haben ja wirklich schon viele Hostels hinter uns, aber die Freundlichkeit wie wir sie hier erfahren haben war überragend. Obwohl nur Frühstück im Preis inbegriffen war, ließen es sich Andre und seine Frau nicht nehmen für uns am Abend zu kochen. (wir glauben, die haben mehr drauf gezahlt als an uns verdient) Das Essen hat jedesmal genial geschmeckt. Zum ersten Essen gab es Nudeln mit einer Wursttomatensauce. Zu meiner Verwunderung ist Tina zu einem echten Wurst-Fan mutiert. Die hatte einen Geschmack, den wir bis jetzt noch nirgends gefunden hatten.

 

In der Nähe vom Hostel, befindet sich auch die Busstation, verschiedene Restaurants und ein Supermarkt. Im Supermarkt blühte mir dann das Herz auf, eine Flasche Barcardi Gold Rum 1 Liter gibt es für 6,50€. Nach den Preisen von Australien und Neuseeland war das wirklich mal eine Freude. Natürlich waren auch alle anderen Lebensmittel sehr billig:-).

    

Für den nächsten Tag haben wir dann gleich mal bei Andre eine Stadttour gebucht. Als 2. Standbein bietet Andre nämlich verschiedene Touren an. Wir haben uns für eine Halbtages Tour durch Rio entschieden. Wir haben die berühmte Karnevalstrasse, die Kathedrale, das Aquädukt, natürlich das Stadion, die Lapasteps und die Christus Statue besichtigt. Die Tour hat uns 70 Real pro Person gekostet (ca. 22,70). Dabei war allerdings der Eintritt zur Christusstatue schon inklusive. Natürlich konnte ich mir es nicht verkneifen, als Ausgehuniform das DFB Outfit zu wählen:-)

 

Am Nachmittag hat uns dann Andre an der Copacabana raus gelassen und uns später sogar wieder abgeholt. Leider war das Wetter an diesem Tag nicht das Beste und so konnten wir die Copacabana wie wir sie vom Fernsehen kennen nicht erleben, aber es gibt ja hoffentlich eine 2. Chance.

 

Am Abend sind wir dann völlig erledigt ins Bett gefallen. Der Zeitunterschied und die Hitze hatten uns mehr zu schaffen gemacht als erwartet. Ich bin z.B. früh eingeschlafen, dann nachts wieder stundenlang wach gelegen. Es war gar nicht so einfach einen Rhythmus zu finden. Deshalb haben wir den Tag drauf erst mal nichts gemacht und uns aufs Faulenzen konzentriert mit dem Ziel am Abend das Nachtleben auszukundschaften. Bevor es aber dann für uns ins Nachtleben von Rio ging, hatten Andre und seine Frau den Vogel abgeschossen. Sie hatten wieder für ein Abendessen gekocht und diesmal nicht irgendwas, sondern ein richtiges Festmahl. Es gab ein riesen Hähnchen und köstliche Beilagen (schaut euch einfach das Bild an). Dazu gab es noch Wein und Bier, wir haben einen herrlichen Abend mit tollen Gesprächen verbracht. Ach ja so ein Essen wird normalerweise nur an Festtagen gekocht. Wir konnten gar nicht glauben zu welchen Ehren wir da gekommen sind.

 

Danach sind wir dann mit dem Taxi in den Stadtteil Lapa gefahren. Andre hat uns das Taxi seines Vertrauens organisiert. Pro Fahrt haben wir ca. 3€ gezahlt. Mit dem Taxifahrer hatten wir auch gleich vor Ort einen Treffpunkt für die Rückfahrt vereinbart damit wir nicht in falsche Hände geraten. Hat alles auf die Minute perfekt funktioniert.

 

Im Stadtteil Lapa gibt es eine Partymeile an der sich Bars und Discotheken aneinander reihen. Das wird bestimmt das Epizentrum während der WM in Brasilien. Wir sind dann an einer Straßenkneipe hängen geblieben und haben 2 nette Brasilianer kennen gelernt. Dort sind dann auch gleich mal 2 Welten was Trinkgewohnheiten betrifft aufeinander getroffen. In Brasilien gibt ein Getränk, was sich Cachacha (das bedeutet im Grunde soviel wie Schnaps) nennt (oder so ähnlich). Das wird in der Größe von einem doppelten Schnaps serviert und genüsslich in mini Schlucken getrunken. Ich hatte davon natürlich keine Ahnung. Als mich ein Typ fragte ob ich mal probieren möchte, sagte ich klar warum nicht und ex und hopp war das Ding unten.

 

Die Augen von unserem brasilianischen Freund waren plötzlich riesen groß und er verstand die Welt nicht mehr. Mir war es dann schon fast peinlich, ich erklärte ihm dann wenn man einem Deutschen ein kleines Glas gibt dann ist es ein Kurzer und der muss weg:-). Die 2 Runde ging dann natürlich auf mich.

 

Am nächsten Tag stand Kochen auf dem Plan. Damit wir in unserem Hostel nicht noch mehr in Verlegenheit kommen haben wir die Kontrolle in der Küche für diesen Abend an uns gerissen. Es erschien uns mehr als angebracht auch mal ein Essen zu zaubern nach all der Freundlichkeit. Wir haben uns wieder auf Semmelknödel mit Gulasch fixiert. Zum einen finden wir einen Knödel nach der langen Zeit auch immer wieder lecker und zum anderen dürfte es auch für Andre und seine Familie mal spannend sein ein europäisches Gericht zu kosten. Das Essen war ein voller Erfolg und ein weiterer toller Abend war damit gesichert. Zu unserer großen Freude war Andre auch noch im Besitz von einem Dortmund Trikot, welches er natürlich sofort angezogen hat:-).

 

Wir hatten in Rio 5 tolle Tage und einen gelungen Auftakt für Südamerika. Das schönste an unserem Aufenthalt waren Andres Abschiedsworte „Jetzt habt Ihr Freunde in Rio und wenn ihr einen Schlafplatz braucht, findet Ihr hier immer Platz.“ Das ist natürlich in Hinsicht auf ein evtl. Viertelfinale und hoffentlich ein Finale in Rio die beste Nachricht überhaupt. Da er auch Freunde in Hamburg hat, kommt er uns ja evtl. auch mal besuchen.

 

Am Tag darauf sind wir dann mit dem Bus nach Sao Paulo gefahren. Für die Fahrt haben wir zusammen 65€ bezahlt. Dort haben wir uns im Girassol Hostel eingemietet. Bei unserer Ankunft hat dummerweise keiner was von uns gewusst. Irgendwie ging die Reservierung verloren. Da auch nur noch Betten im Dorm frei waren, haben wir kurzerhand die Nacht umsonst bekommen und wurden zum abendlichen BBQ eingeladen sowie einem gratis Bier eingeladen.

 

Unsere Aktivitäten in Sao Paulo haben sich in Grenzen gehalten, wir waren irgendwie immer noch ziemlich kraftlos und mit dem Kopf schon in Bolivien. So sind wir am Abend noch mit ein paar anderen Gästen um die Häuser gezogen und sind dann nach 2 Nächten mit dem Flieger nach Santa Cruz gedüst.

 

Hier ein paar Bilder von unserem Basilien Warm up

 

Bis die Tage

Tina und Andrea

 

Weiterlesen mit dem Bericht zu Santa Cruz (Bolivien)

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