Das war's, wir sind wieder daheim.
Das war's, wir sind wieder daheim.

04.01.2014 – 19.01.2014 Roadtrip Teil 1

 

Wir haben uns lange mit der Frage beschäftigt, was für uns die beste Lösung ist. Sollen wir ein Auto kaufen oder sollen wir eins mieten. Der klassische Backpacker in Australien hat in den meisten Fällen gerade sein Abi oder seine Ausbildung beendet, sich mit einem „Work and Travel Visum“ ausgerüstet und sich für einen 1 jährigen Aufenthalt vorbereitet. Das Work und Travel Visum kann man bis zum 30igsten Lebensjahr beantragen.

 

Das An- und Abmelden von Autos geht in Australien relativ reibungslos. Auf der Internetplattform gumtree.com.au findet man so ziemlich alles was man braucht vom Auto bis zur Landkarte. Da wir aber nur 60 Tage Zeit hatten und der Autokauf wie auch der Verkauf etwas Zeit benötigt, haben wir uns für die Mietvariante entschieden. Der 2. Grund für unsere Entscheidung war auch evtl. Schäden am Auto vorzubeugen. Ein Auto mit ca. 250.000 km wird in Australien noch als so gut wie neu bezeichnet:-). Hätten wir also einen Motorschaden oder sonstige größere Schaden gehabt, hätten wir wieder investieren müssen. Für Backpacker mit Arbeitsvisum ist das Risiko auf Grund der Aufenthaltsdauer und der Möglichkeit Geld zu verdienen überschaubar. Der typische Backpackerjob ist das Foodpicking, hier kann man z.B. auf einer Farm bei Melonenernten pro Stunde 20A$ (ca. 13,50€) verdienen, was ich jetzt für keinen schlechten Stundenlohn halte. Man darf sich halt für nix zu schade sein. Für alle die es interessiert, für ein gescheites Backpackerauto sollte man ca. 3000 bis 4000 A$ (ca. 2050 - 2650€) in seinem Sparstrumpf bei der Anreise parat haben. Geht natürlich auch billiger (ab 1000) oder teurer, die Risikofreudigkeit oder das Sicherheitsdenken muss eh jeder für sich selber festlegen:-) Die Infos haben wir halt von anderen Backpacker bekommen.

 

So jetzt wieder zurück zu uns, in Australien gibt es natürlich unzählige Autovermietungen die für jeden Geldbeutel was auf Lager haben. In unserer Preisklasse gibt es genau einen Anbieter, die sog. Wickedcamper. Wer jetzt nur in Australien Urlaub machen will und etwas mehr Komfort braucht und nicht gerade einen Apollocamper oder Britz mieten möchte, kann sich auch mal die sog. Juicy Camper anschauen die liegen preismäßig ziemlich in der Mitte.

                

Bei den Wickedcampers handelt es sich um Autos mit Dachzelt oder umgebaute Minivans mit manueller Spüle und Liegeflächen. Das Markenzeichen der Wickeds sind ihre Bemalungen (bzw. Besprayungen) die zum Teil echt kunstvoll sind. Wir haben den Black Sabbath Bus bekommen, der war natürlich ein absoluter Hingucker und auffällig wie ein bunter Hund. Wer uns mal gesehen hat, vergisst uns auch nicht mehr so schnell:-). Die Entscheidung für einen Van gegenüber einem Auto mit Dachzelt war relativ einfach. Zum einen war es ein Platzvorteil und auf der anderen Seite konnte man auch mal in der Not in irgendeiner Straße einfach schlafen ohne gleich den größten Ärger zu bekommen. Unsere Vorstellung war nämlich mit dem Mietpreis alle Übernachtungskosten abzudecken und komplett die 60 Tage auf kostenlosen Campingplätze zu verbringen.

 

Den Camper haben wir für 3000 A$ bekommen (ca. 2020€). Am Ende haben wir wegen unserer langen Mietdauer einen Discount von rund 700A$ (ca. 475€) erhalten und einen Camper für 3 Personen statt 2 Personen bekommen. Wir hatten also etwas Glück, weil wir den Camper direkt in der Station angemietet haben und nicht per Internet. Allerdings muss man jetzt auch sagen, dass der Unterschied zwischen einem 2 und 3 Personen Van jetzt nicht wirklich groß ist. Vorne gibt es halt einen kleinen Sitz mehr und hinten ist die Liegefläche die gleiche. Man sollte sich also gut überlegen, ob man jetzt wirklich zu dritt mit so einem Camper durch Australien fahren möchte.

 

Somit hatten wir also unsere fahrende Kompaktwohnung (Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer auf ca. 6qm) und konnten mit der Erkundung von Australien starten. Als erste Region hatten wir uns die Ostküste vorgenommen. Auch hier hatten wir die Überlegung ob wir links rum, also die Westküste oder rechts rum die Ostküste machen sollen. Die Entscheidung fiel am Schluss auf die Ostküste, da diese etwas einfacher zu bereisen ist. Schließlich hatten wir keine Vorstellung wie das Land funktioniert bzw. was man alles beachten muss.


Jeder Reiseführer den man in die Finger bekommt ist nämlich immer mit folgenden Worten ausgestattet. Von den 10 giftigsten Tieren auf der Welt, leben alleine 9 in Australien. Man könnte meinen, dass die Australier darauf stolz sind. Ich weiß bis heute noch nicht, wie ich damit umgehen soll und ich muss zugeben, bei dem einen oder anderen Toilettengang in der Dunkelheit ist mir dieser Satz immer mal wieder durch den Kopf geschossen:-)


Bevor wir aber endlich so richtig starten konnten, haben wir uns noch mit etwas Equipment ausgestattet. Bei Dick Smith (ein billiger Technikladen) haben wir uns einen Adapter für den Zigarettenanzünder besorgt, damit wir etwas Strom erzeugen können. Dazu noch eine elektrische Kühltasche damit die Lebensmittel nicht gleich von selber kochen und ein paar Kopfkissen. In Sachen Lebensmittel, war Aldi der billigste Laden. Jepp ihr habt richtig gelesen ALDI!!!! Der hat es doch tatsächlich bis nach Australien geschafft. Allerdings gibt es ihn bis jetzt leider nur zwischen Melbourne und Brisbane. Der typische australische Lebensmittelladen heißt Coles. Hier bekommt man schon 1kg Hackfleisch für 5A$ (ca. 3,40€). Sollte man beides nicht zur Hand haben gibt es noch Woolworth und als letzte Instanz ein IGA (hier ist jedoch oft Obst und Gemüse günstiger). Generell macht es Sinn alles zu vergleichen, sofern man die Möglichkeit dazu hat.

 

Zwischen den Lebensmittelläden gibt es zum Teil erhebliche Preisunterschiede, warum auch immer. Für den restlichen Schnick Schnack gibt es dann im KMart, hier bekommt man alles was das Backpackerherz begehrt. Besonders die Gasflaschen sind hier am billigsten. In Australien haben die großen Lebensmittelketten meistens einen Kontrakt mit einer Tankstellenkette. Coles arbeitet z.B. mit Shell zusammen. Bei einem Einkauf größer 30A$ (ca. 20,30€) bekommt auf seiner Quittung einen Tankgutschein mit 4 Cent Rabatt pro Liter. Hört sich jetzt auf Anhieb nicht so wahnsinnig toll an, wenn man aber seine Einkäufe etwas besser plant, kann man sich auf längere Zeit seine 20 bis 30 A$ (ca.13,50 - 20,30€) sparen.

 

Die Tankstellen in Australien haben auch so ihre eigene Art. Es kommt oft vor das z.B. auf 5km 4-5 Tankstellen einen Preisunterschied von mehr als 20 Cent pro Liter haben. Da kann man sich dann schon mal ärgern, wenn man die falsche erwischt hat. Diesel ist komischerweise teurer als normales Benzin und an den Küsten variiert der Preis normalerweise zwischen 1,47A$ und 1,57A$ (ca.0,99 – 1,05€).

So, Auto war ausgerüstet, Essen an Bord, Tank voll -->los geht’s.

 

Als erstes mal weg von Sydney. Unsere erste Fahrt hat uns nach Newcastle gebracht. Hier haben wir uns in der Nähe vom Hafen auf einen Parkplatz gestellt, den man kostenlos als Schlafmöglichkeit benutzen darf. Zum Aufspüren kostenloser Schlafplätze eignet sich am besten das App Wikicamps. Dieses kostet zwar rund 3€ bis 4€, ist aber dringend notwendig und rentiert sich auf Anhieb. Es gibt auch die teure Variante CAMPS aktuell Version 7 als App für 30€ oder als Buch mit Straßenkarten für ca. 60A$ (ca. 40,50€). Wir hatten beide Apps und können sagen, dass wir alleine mit Wikicamps wunderbar durchgekommen wären. Mit Hilfe dieser Apps findet man nämlich problemlos alle Campingplätze, Wasserstellen, Duschen, Internetstationen usw. Man kann sich den Filter nach seinen Wünschen einstellen und einfach per Handy GPS hinfahren. Das App bietet auch Bilder und Kommentare von anderen Reisenden. Auf die Art und Weise weiß man ziemlich schnell, ob der Platz einem was taugt oder nicht. In Australien gibt es viele offizielle kostenlose Campingplätze und sagen wir mal kostenlose inoffizielle Campingplätze/Stellplätze auf denen man geduldet wird sofern es nicht zu viele werden. Wir haben auch auf Plätzen geschlafen, die nicht offiziell waren.

 

Auf solchen Plätzen gibt es dann das liebe Council, die einen darauf aufmerksam machen. Im Normalfall muss das Council einen erst verwarnen bevor man den Geldbeutel ziehen muss. Wir haben aber auch schon gelesen, dass manche direkt zur Kasse gebeten worden sind. Man muss eben etwas abwiegen, wo man jetzt stehen kann und wo nicht. Wir haben mit der Zeit ein ziemlich gutes Gefühl dafür entwickelt und wenn man seine Strecke einigermaßen plant, kommt man auch so gut wie immer auf offiziellen Plätzen unter.

 

In Newcastle auf dem Campingplatz sind wir dann zum ersten Mal mit der reisenden Backpackerkultur in Kontakt bekommen. Ein Van nach dem anderen stand hier in einer Reihe. Wir haben weitere Wickedcamper gefunden, viele selbstgekaufte Vans, Autos mit Zeltdach usw.. Jeder hatte sein eigenes System und Technik, wie man am besten in einem Auto/Van oder sonst was übernachten kann. Das wichtigste allerdings war, alle waren super freundlich und kommunikativ. Aus allen Ecken der Welt hat man Leute angetroffen, wobei die Mehrzahl der Reisenden wieder mal aus Deutschland waren. Man merkte sofort, dass in Deutschland Australien hoch im Kurs steht. Das Standardessen bei so gut wie jedem Van ist Nudeln mit Tomatensoße, ist schon ganz witzig anzuschauen wie alle so mit ihren Gaskochern, Nudeln und Tomatendosen vor den Vans sitzen, die Stirnlampe griffbereit am Kopf haben und jeder genüsslich seinen sog. „Goon“ Wein trinkt.

 

Das Wort „Goon“ ist der Sammelbegriff für Wein aus dem Karton. Goon heißt in der Sprache der Aborigines, so was ähnliches wie Kopfkissen. Wenn man nämlich seinen Weinsack leer hat, könnte man ihn wunderbar als Kopfkissen ausblasen, die Betonung liegt hier aber auf „könnte“. Im Liquorland kann man für 20A$ (ca. 13,50€) 5Liter Rotwein plus 5 Liter Weißwein kaufen. Deswegen habe ich auch immer gesagt, das ist der Wein für Obdachlose und Backpacker. Aber man konnte ihn trotzdem wunderbar trinken und nach einem 3montigen Weinentzug in Asien war er auch sehr gerne gesehen. Dazu kommt, dass die Bierpreise in Australien recht deftig sind.

 

Wir haben also ein mehr als einfaches und minimalistisch Leben gelebt, sind dafür aber in einen ganz anderen Luxus gekommen. Wer kann schon morgens aufstehen und nach ein paar Schritten im Meer stehen, dann eine schöne Dusche nehmen und seinen Gutenmorgen Kaffee mit einer herrlichen Aussicht genießen.

 

Im Reisekatalog heißt so was immer „Beachfront“ ist meist mit ekelhaft hohen Eurobeträgen versehen. Für uns gab es diesen Luxus gratis on Top und das so oft wir wollten. Man fühlt sich schon generell auf einer Weltreise ziemlich frei, aber das absolute Freiheitsgefühl wurde bei uns in Australien einfach nochmal verstärkt. Das Land ist einfach so riesig, damit muss man sich erst mal anfreunden. Besonders beim Blick auf die Straßenkarte muss man umdenken. Was auf einer normalen deutschen Straßenkarte 200km sind, können in Australien mal unter Umständen 600 – 700 km sein. Am Ende des Tages denkt man sich wunder was man geschafft hat, aber unterm Strich ist es auf der Karte gerade mal ein Fingernagel. Kurz nach Sydney war zum Beispiel ein Schild auf der Autobahn mit der Info dass es bis nach Cains gerade mal nur noch ca. 2700km sind. Ich habe mal einem Australier erklärt, wenn ich daheim 2700km fahre, dann komme ich durch ca. 5 verschiedene Länder:-).

 

Die Ostküste ist eine beliebte Reisestrecke in Australien und deshalb trifft man auch immer wieder die gleichen Leute. Natürlich war es auch bei uns nicht anders, in Newcastle haben wir Kathrin und Stefan kennengelernt, die mit Ihrem 3 jährigen Sohn auch eine Weltreise machen. Ein gewisses Backpackernetzwerk kann in Australien nicht schaden, sei es zum Austausch von Informationen über Schlafplätze, Sehenswürdigkeiten oder einfach zur gegenseitigen Sicherheit. Man reist in der Regel ein Stück zusammen, macht ein paar Tage wieder sein Ding, trifft sich wieder irgendwo und genießt einfach die Zeit zusammen.

 

Für die Kommunikation haben wir uns für Telstra entschieden. W-Lan gibt es wenn überhaupt nur in den Hostels, Büchereien oder z.B. Mc Donalds. Also für uns quasi so gut wie nicht erreichbar. Eine Telstra Pre Paid Karte kostet 30A$(ca. 20,30€). Sie ist 30 Tage gültig, zusätzlich haben wir als Bonus 220A$ zum telefonieren bekommen und 500MB Datentransfer. Aus Sicherheitsgründen, sollte man auf jeden Fall ein Telefon bei sich haben. Es gibt nämlich Ecken, da muss man mit einer Autopanne bestimmt lange warten bis jemand vorbei kommt. Natürlich gibt es noch viele andere Anbieter, aber der wichtigste Vorteil bei Telstra, sie haben die beste Netzabdeckung im Outback und das hatten wir ja auch noch auf der Liste.    

Weil uns der Platz in Newcastle so gut gefallen hat (Horsesroad am Nobby Beach), quasi direkt am Strand haben wir dort auch gleich mal 2 Nächte verbracht und es also ruhig angehen lassen.

 

Stück für Stück haben wir uns dann die Ostküste hochgearbeitet, mal direkt an der Küste mal im Hinterland. Im Hinterland merkt man wieder wie viel Platz die Australier in ihrem Land haben. Häuser waren zum Teil mehrere Kilometer auseinander oder an den Straßen gab es Briefkästen ohne dass man das zugehörige Haus überhaupt gesehen hat.

 

Nach ein paar Tagen haben wir dann auch einen Halt in Nimbin eingelegt. Nimbin ist kleines Hippidorf unterhalb von Brisbane und auf jeden Fall einen Besuch wert. Sagen wir es mal so, die haben einfach ihre eigene Kultur und es ist lustig anzuschauen.

 

Anschließend kam dann ein sehenswerter Spot nach dem anderen, erst Byron Bay (östlichster Punkt von Australien und ein chilliger Surfort mit tollen Wellen), Tweed Rocks, die Goldcoast (und die Stadt Surfers Paradise) mit einem wunderschönen Strand und Blick auf die Skyline von Surfers Paradise, Brisbane (hier gibt es im Stadteil Southbank einen öffentlichen Pool mit Blick auf die Skyline von Brisbane), die Sunshine Coast (unser Favourite) und Noosa Heads. In dieser Ecke sind die Städte ziemlich dicht aufeinander gedrängt und deshalb die Auswahl der offiziellen freien Campingplätze sehr begrenzt. Hier muss man schon etwas mehr suchen bzw. sich etwas auf sein Glück verlassen und hoffen das einem das Council in Ruhe lässt. Wir hatten z.B. einen schönen Spot gefunden und waren gerade dabei unser Essen zu kochen (wieder mal Nudeln) als ein Mann vom Council vorbeigeschaut hat und meinte wir können hier die ganze Nacht stehen aber wir dürfen halt nicht schlafen, sonst wird es teuer. Also ging es nach dem Essen mit der Suche weiter. Wir haben aber dann für uns festgestellt dass es manchmal viel schöner ist, einen Campingplatz im Landesinneren in der totalen Wildnis seinen Abend zu verbringen. Also haben wir uns meistens mit Essen und Trinken ausgestattet und sind dann einfach 2 Tage auf einen völlig abgelegen Platz mitten in der Pampa gefahren und haben es uns bei Kerzenlicht und Mau Mau gut gehen lassen. Wer mal seine Seele baumeln lassen möchte, sollte unbedingt den Mt. Joyce Campingplatz nähe Bromelton aufsuchen. Der Platz liegt direkt am See inmitten einer herrlichen Landschaft. Wir haben dort gleich mal 2 Nächte verbracht und am 2. Abend Besuch von Kathrin uns Stefan bekommen.

 

In der Nähe von diesem Campingplatz liegt O‘reillys mit einem Top Tree Walk for free. Hier man kann man über eine Hängebrücke durch die Baumkronen wandern und eine gigantische Aussicht über das Land genießen.

 

Da die meisten freien Campingplätze selten über eine Dusche verfügten, haben wir immer an BP Truckstops angehalten. Hier findet man meistens eine warme Dusche (sind in der Regel alle im Wickicamps App eingezeichnet).

Auf der Höhe von Brisbane haben wir wieder im Inland einen Campingplatz gefunden mit dem Namen Obi Obi Creek Crossing. Ein kleiner Platz direkt an einem Fluss, der Hammer. Zur Abwechslung gab es mal Spaghetti Carbonara, „Goon Rotwein“ und ein kleines Lagerfeuer. Zusätzlich hatten wir noch Vollmond und der Abend war mehr als perfekt. Man sollte sich halt nicht am Krach der Fledermäuse stören, die in der Abend- und Morgendämmerung ein enormes Kommunikationsverlangen besitzen. Ich hätte nicht gedacht wie laut 300 Fledermäuse vor dem Abflug sein können:-).

 

Wichtig ist auch zu wissen, dass man entlang der Ostküste die Bundesstaaten wechselt und damit in eine andere Zeitzone kommt. Sydney liegt zum Beispiel in New South Wales und Brisbane in Queensland. Im Bundesstaat Queensland stellt man die Uhr eine Stunde zurück. Wenn man sich also knapp an der Grenze von den beiden Bundesstaaten aufhält ist es nicht immer ganz einfach zu wissen viel Uhr es jetzt tatsächlich ist. Ein Supermarkt hat schon auf und 3km weiter ist der Supermarkt noch geschlossen, weil dort z.b. erst 7 Uhr ist:-).

 

Oberhalb von Brisbane ist die Sunshinecoast und Noosa Heads ein absolutes Muss. Den schönsten Strand findet man unserer Meinung nach eindeutig an der Sunshinecoast. Der Strand ist kilometerlang und man sieht so gut wie keine Leute. Außerdem ist das Wasser dort am wärmsten. Natürlich mussten wir auch unsere Badeklamotten zum Einsatz bringen, es war einfach ein Traum. Uns ist schon klar, dass die Westküste bestimmt auch wunderschöne Strände hat und jeder so seinen Geheimtipp auf Lager hat, aber von unseren Stränden ist die Sunshinecoast bis jetzt eindeutig die Nummer 1.

 

In Harvey Bay spielten wir mit den Gedanken evtl. Frazer Island zu besuchen, haben uns dann aber auf Grund der Kosten und Zeit dagegen entschieden. Außerdem war zu diesem Zeitpunkt für uns schon lange klar, dass wir in Australien nicht das letzte Mal waren, dieses Land hatte uns völlig in seinen Bann gezogen. Deshalb hatten wir auch beschlossen, dass wir Australien jetzt mit einem Low Budget bereisen und dafür die hintersten Winkel im Land durchforsten. Wir wollten einfach im Land leben und die Freiheit genießen und dafür in ein paar Jahren als normale Touristen nochmal kommen. Davon abgesehen ist es später nicht mehr so einfach 60 Tage in einem Van zu schlafen, man wird ja auch nicht jünger:-).

 

In Airlie Beach haben wir uns dann mal über die Tauchpreise informiert und nicht schlecht gestaunt, ein Tauchgang am GBR hätte uns stolze 300A$ (ca. 203€) pro Nase gekostet. Uns tat es eigentlich im Herzen weh, aber wir haben dann doch darauf verzichtet. Es gibt es ja noch ein Leben nach der Weltreise. Also haben wir beschlossen, wir machen es lieber richtig bei unserem Comeback in Australien als jetzt mit Gewalt. Außerdem gab es gerade in der Gegend eine Warnung vor Haien und giftigen Quallen.

 

Den Endpunkt unserer Ostküstenreise haben wir dann in Townsville gefunden. Townsville ist ein idealer Einstiegspunkt ins Outback. Hier gibt es noch mal einen Campingplatz mit dem Namen Saunders Beach. Direkt am Strand mit Duschen und Toiletten, also genau der richtige Ort um noch mal Luft zu holen bevor es dann in Richtung Outback geht.

 

Ich könnte noch viel mehr über die Ostküste schreiben, weil wir in der Zeit einfach unglaublich viel erlebt haben und jede Menge tolle Leute getroffen (An der Stelle auch einen lieben Gruß an Sandra und Tom (ein genialer Abend). Aber das würde leider den Rahmen etwas sprengen und ein bißchen wollen wir daheim ja auch erzählen können.

 

Hier ein paar Bilder von unserer Tour an der Ostküste

 

Bis die Tage

Tina und Andreas

 

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